Neue Halle, neues Glück

Trier · Die Halle am Mäusheckerweg soll am Sonntag (Anwurf: 16 Uhr) zum Hexenkessel werden, wenn die Trierer Miezen im vorletzten Heimspiel der Saison auf eine Sensation gegen den FHC Frankfurt/Oder hoffen.

 Am 26. März 2011 feiern die Miezen den Klassenerhalt am letzten Spieltag – Gegner damals wie am Sonntag: Frankfurt/Oder. Foto: TV-Archiv/Funkbild

Am 26. März 2011 feiern die Miezen den Klassenerhalt am letzten Spieltag – Gegner damals wie am Sonntag: Frankfurt/Oder. Foto: TV-Archiv/Funkbild

Trier. Vieles war anders, aber dennoch hoffen die Trierer Handball-Miezen am Sonntag auf einen identischen Erfolg. Es war vor fast genau einem Jahr, genauer gesagt vor 358 Tagen. Letzter Bundesligaspieltag, die Miezen kämpfen im Heimspiel gegen Frankfurt/Oder um den Klassenerhalt. Ein Sieg muss her. 2200 Fans fiebern in der Arena mit, am Ende spritzt der Sekt, das 23:21 bedeutet den sportlichen Klassenerhalt, noch muss wegen finanzieller Probleme weiter gezittert werden - doch auch die werden gelöst. 1. April 2012. Vieles ist gleich, vieles anders. Die Konstellation Trier gegen Frankfurt/Oder ist identisch, ein Sieg würde eine Woche vor dem Abstiegs-Showdown in Celle fast schon den sportlichen Klassenerhalt bedeuten, finanzielle Probleme gibt es immer noch (oder wieder).Das sind aber schon die Gemeinsamkeiten. Heute ist Dago Leukefeld Trainer, damals war es Thomas Happe. Gerade noch sieben Spielerinnen aus dem Team des Vorjahrs stehen heute noch im Kader, davon fallen zwei (Arnosova, Solic) am Sonntag aus. Und diesmal wird nicht im "heimischen Miezen-Körbchen" Arena gespielt, sondern es gibt eine Premiere: Erstmals in der Vereinsgeschichte tragen die Miezen ein Heimspiel in der Halle am Mäusheckerweg aus. Die Arena ist wegen "Holiday on Ice" belegt, die alte Heimstatt Wolfsberghalle für die erwarteten 1000 Fans zu klein. Aber auch der Mäusheckerweg ist Teil der Trierer Sportgeschichte: Die Basketballer feierten dort 1990 den Bundesliga-Aufstieg, am 14. November 1998 sorgte eine Charly-Brown-Gala mit 32 Punkten für den 80:78-Sensationssieg gegen Alba Berlin, bis zur Arena-Eröffnung 2003 bestritt die TBB dort ihre Heimspiele. Dago Leukefeld ist optimistisch, dass die neue Umgebung kein Nachteil ist: "Wir erwarten ein volles Haus und eine entsprechende Hexenkessel-Stimmung." Für den Verein bedeutet der Umzug einen großen logistischen Aufwand - zudem ist man über den Sonntagstermin unglücklich, der laut Vorstand deutlich weniger Zuschauer und somit weniger Einnahmen bedeutet. Generell ist der Umzug für die MJC-Verantwortlichen ein weiterer Punkt für den ihrer Meinung nach verkorksten Spielplan mit fünf Auswärtsspielen in Folge in der Hinrunde und fünf Heimspielen in Folge in der Rückrunde. Frankfurt/Oder ist derzeit Tabellensechster, überraschte zuletzt mit einem 30:20 über Leipzig. Topstar ist Nationalspielerin Franziska Mietzner, mit 155 Treffern klare Nummer eins der Torschützenliste. Und die fehlte im Vorjahr - zum Glück für Trier. DJK/MJC Trier (Kader): Djeric, Monz, Kockler - Derbach, Wilamowska, Vojcic, Radojicic, Schmele, Premm, Zelmel, Vallet, Lennartz BPExtra

Auswärtsfahrt: Am Ostersamstag steht im Auswärtsspiel bei Schlusslicht SVG Celle die Entscheidung im Abstiegskampf für die Miezen an. Der Fanclub "Römermiezen" organisiert eine Fahrt zu dieser Partie. Wer Interesse hat, sich dem Fanbus nach Celle anzuschließen, kann sich bei der MJC-Geschäftsstelle informieren und anmelden (Mail: info@mjc-trier.de und Telefon 0651/1704562). Auch Individualreisende sollten sich wegen des begrenzten Kartenkontingents anmelden. BP

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