Nur moralischer Sieger

In einem bis in die Schlusssekunden spannenden Spiel haben sich die roten Löwinnen aus Bascharage glücklich mit 27:26 (17:11) gegen tapfer kämpfende und nie aufsteckende kleine Miezen durchgesetzt.

Trier. DJK/MJC Trier II - Roude Léiw Bascharage 26:27 (11:17) Am Ende hätte das Team von Trainer Igor Domaschenko aufgrund der Leistungssteigerung im zweiten Spielabschnitt einen Punkt mehr als verdient gehabt. Die erste Hälfte bestimmten die Gäste aus Bascharage, die in Oxana Pal die Denkerin und Lenkerin in ihrem Spiel hatten. Nach ausgeglichener Anfangsphase zogen die Gäste über 6:3 auf 14:11 davon. Dann leistete sich Trier zwei technische Fehler in Folge, kassierte zudem zwei Zeitstrafen und geriet zur Pause mit 11:17 in Rückstand. Vor allem die körperliche Überlegenheit der Gäste war klar erkennbar. Wohl keiner der 300 Zuschauer hätte zur Pause noch auf das Domaschenko-Team gesetzt. Gäste-Trainer Claude Weinzierl schonte seine Leistungsträgerin Oxana Pal, und das tat dem Spiel der Gäste überhaupt nicht gut. Beim 16:19 (36.) waren die kleinen Miezen wieder auf Schlagdistanz, und Pal kehrte zurück ins Spiel. Domaschenko ordnete gleich die offene Manndeckung durch Lena Zelmel an. In der MJC-Abwehr sorgte Torhüterin Anne Monz dafür, dass das Spiel bis zum 25:27 (58.) offenblieb. Die letzten beiden Minuten waren nichts mehr für schwache Nerven. 50 Sekunden vor dem Ende traf die überragende MJC-Torschützin Nathalie Adeberg zum 26:27, im Angriff vertändelten die nachlässiger werdenden Gäste den Ball. Den Trierer Gegenstoß stoppten Rogucka mit einem Foul, das folgerichtig mit der roten Karte durch das gute Schiedsrichtergspann Remmers/Siebert geahndet wurde. Der Ausgleich für die kleinen Miezen lag nun in der Luft, doch ein technischer Fehler auf Gastgeberseite beendete das Spiel, in dem die Triererinnen als moralischer Sieger vom Platz gingen. Mächtig sauer war Löwinnen-Coach Weinzierl: "Eine absolut überhebliche Einstellung, das wird Konsequenzen haben. Da lasse ich auch nicht gelten, dass Oxana Anfang der zweiten Halbzeit nicht eingesetzt wurde. Die anderen können auch Handball spielen und haben dies nicht bewiesen." Enttäuscht war MJC-Coach Domaschenko: "Es tut mir leid für die Mannschaft, die mit Herzblut gespielt und alles gegeben hat. Leider ist sie dafür nicht belohnt worden."MJC: Monz, Bocka - Premm (5), Zelmel (3), Vallet (4/1), Adeberg (11/2), Sattler, Hahn (3), Öffling, Pötters. Bascharage: Saftoui, Hansen - Goraj (1), Pal (7), Pimenta (2), Braconier (2), Welter (2), Rogucka (6), Steuer, Thill (1), Urban (5), Müller (1).