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Rheinlandpokal: Wittlicherinnen verpassen knapp den Titel

Rheinlandpokal: Wittlicherinnen verpassen knapp den Titel

Die HSG Kastellaun hat sich den Rheinlandpokal-Titel bei den Männern gesichert. Bassenheim feierte den Titel bei den Frauen - nach einem spannenden Finale gegen Wittlich, das im Siebenmeter-Werfen entschieden wurde.

Bendorf/Schweich. Keine Überraschung beim Final-Four der Männer um den Handball-Rheinlandpokal: Die HSG Kastellaun/Simmern behauptete sich beim Turnier in Bendorf gegen die einheimische Turnerschaft und später im Finale gegen den SV Urmitz. Eine Gemeinsamkeit hatten Bendorf und Urmitz: Beide hielten eine Halbzeit lang gut mit, aber in der entscheidenden Phase behauptete sich Kastellauns Erfahrung. So war\'s im Halbfinale gegen Bendorf (23:16 für Kastellaun), so war\'s auch im Endspiel gegen Urmitz (29:23). Bendorf sicherte sich nach der Halbfinal-Niederlage durch einen knappen Sieg über Schweich den dritten Platz im kleinen Finale (15:14). Der HSC war stark ersatzgeschwächt angetreten, so dass für das Team von Andreas Rosch nicht mehr möglich war . "Wir haben in den ersten Minuten einfach zu viele Chancen vergeben", sagte Rosch nach dem 14:23 (6:10) im Halbfinale gegen Urmitz. Im Spiel um Platz drei hatte Schweich den Gastgeber am Rande der Niederlage. Die Schweicher steckten aber nach frühem Rückstand nicht auf. Mit dem letzten Angriff bot sich dem HSC noch die Chance zum Ausgleich.
HSC-Trainer Andreas Rosch bilanziert: "Alles in allem landeten wir am Ende auch leistungsgerecht auf dem letzten Platz, wobei es verwunderlich ist, wie es die anderen Teilnehmer geschafft haben, zu diesem ungünstigen Termin mit nahezu kompletten Kadern aufzulaufen."

HVR-Pokal der Frauen, Final-Four-Turnier.
Bassenheim holt den Titel: Erwartungsgemäß kam es zum Finale zwischen den beiden RPS-Ligisten TV Bassenheim und der HSG Wittlich. Nach Ende der regulären Spielzeit stand es 30:30 - so musste die Entscheidung im Siebenmeter-Werfen fallen. Dort war Bassenheim die glücklichere Mannschaft. Annika Molitor scheiterte mit dem letzten Siebenmeter. Zunächst hatte sich das Wittlicher Team um Trainer Thomas Feilen im Halbfinale souverän gegen die DJK/MJC Trier 2 27:6 (16:3) durchgesetzt. Sie profitierten dabei vor allem von der Tatsache, dass die verletzten Spielerinnen in den Kader zurückkehrten. Mit Nadja Zimmermann, Gwenny Barthen und Jennifer Simonis waren die Eifelerinnen der Bundesligareserve aus Trier klar überlegen. "Unsere Leistung in diesem Spiel war einfach unterirdisch. Allein Anke Greinert war torgefährlich und erzielte alle unsere Treffer vom Kreis", meinte MJC-Trainer Ralph Vogel. Konzentriert hingegen die Eifelerinnen, die mit einem ansprechenden Tempo aus einer sicheren Abwehr heraus agierten und den Klassenunterschied deutlich machten. Die nach ihren Verletzungen zurückgekehrten Spielerinnen bekamen ihre Spielanteile und setzten trotz der fehlenden Trainings- und Spielpraxis erkennbar Akzente. Für den HSC Schweich endete das Final-Four-Turnier mit einem zufriedenstellenden dritten Platz. Im Halbfinale gegen Bassenheim wurde die ersatzgeschwächte Mannschaft von Christian Stein gecoacht. Das Team zeigte trotz der 12:23-Niederlage eine gute Leistung. "Mit etwas mehr Mut und einer besseren Chancenverwertung hätte man den späteren Sieger sicher mehr fordern können. Ein Wermutstropfen war die Verletzung von Lucy Diederichs, die sich bei einer unglücklichen Abwehraktion die Nase gebrochen hatte", resümierte Schweichs Trainer Markus Rosch. Gegen die kleinen Miezen gewann Schweich mit 20:14. R.S.