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"Schalke war noch schlechter als wir"

"Schalke war noch schlechter als wir"

Zehn Tage haben die Miezen Zeit, sich auf die Abstiegsrunde vorzubereiten und die desolate Leistung beim 19:34 gegen Metzingen zu verarbeiten. Der TV beantwortet die wichtigsten Fragen zum zweiten Teil der Bundesligasaison.

Trier. Weiberdonnerstag - und nichts zu feiern. Das war der ges-trige Alltag der Miezen, die den Fastnachtsstart für eine Hausaufgabe nutzen mussten: Bis zum heutigen Training muss jede Spielerin die 19:34-Niederlage gegen Metzingen schriftlich analysieren. MJC-Vorstand Jürgen Brech meinte ironisch: "Schalke war noch schlechter als wir." Auch Katrin Schneider, die einen rabenschwarzen Tag hatte, fand noch etwas Positives: "Das war der absolute Tiefpunkt, schlechter geht es nicht mehr, also werden wir uns in der Abstiegsrunde definitiv steigern."
Das müssen die Miezen auch in den zehn "play-down"-Partien (8. März/Start in Bietigheim, bis 31. Mai), in denen ein Absteiger ausgespielt wird.
Der Modus: Die sechs Teilnehmer (siehe Tabelle) nehmen die bisherigen Punkte mit. Heißt: Bietigheim, Göppingen und Blomberg haben de facto nichts mit dem Abstiegskampf zu tun, Weibern/Koblenz kann nur noch mathematisch reinrutschen. "Der Absteiger wird definitiv zwischen Bensheim und Trier entschieden", sagt auch Marielle Bohm, frühere Mieze und heutige Metzinger Co-Trainerin.
Die Ausgangslage: Trier liegt einen Sieg vor Bensheim, spielt am 14. April an der Bergstraße und am 24. Mai zu Hause gegen das Schlusslicht. "Unser Ziel ist ein Heimsieg gegen Koblenz und dann ein Erfolg in Bensheim, dann müssten wir eigentlich schon durch sein und können den Sack zu Hause gegen Bensheim zumachen", hat MJC-Trainerin Cristina Cabeza ausgerechnet.
Chancen und Risiken: Für Bietigheim, Göppingen und Blomberg geht es vor allem auswärts um nichts mehr, zerreißen wird sich dieses Trio nicht mehr. Möglicherweise werden daher nicht nur die direkten Duelle Trier - Bensheim entscheidend sein, sondern die Heimspiele gegen diese drei Teams. BP