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Sehnsucht nach mehr Konstanz

Sehnsucht nach mehr Konstanz

Premiere für die Trierer Handball-Miezen: Im ersten Samstags-Heimspiel in dieser Bundesligasaison gegen Frisch Auf Göppingen (19.30 Uhr, Arena Trier) hat Trainer Jörn Ilper vor allem einen Wunsch: "Ich hoffe, dass wir endlich einmal zwei gute Halbzeiten zeigen."

 Carolin Schmele ist Triers Toptorschützin. Gegen Göppingen hofft Trainer Jörn Ilper auf weniger überhastete Abschlüsse. TV-Foto: Archiv/Hans Krämer
Carolin Schmele ist Triers Toptorschützin. Gegen Göppingen hofft Trainer Jörn Ilper auf weniger überhastete Abschlüsse. TV-Foto: Archiv/Hans Krämer

Trier. Nicht wenige Beobachter sprachen von einer Überraschung. Dass die Handball-Damen von Frisch Auf Göppingen am vergangenen Sonntag nach einem 9:12-Pausenrückstand noch souverän mit 24:18 gegen Bayer Leverkusen gewannen, sorgte teilweise für Erstaunen. Nicht so bei Jörn Ilper, Trainer der DJK/MJC Trier: "Göppingen ist zu Saisonbeginn mehrmals unter Wert geschlagen worden. Jetzt ist die Mannschaft dabei, sich zu konsolidieren."
Gegen Leverkusen habe das Team in der zweiten Halbzeit eine gute Moral gezeigt. Ein Plus der Schwaben, die Ilper zudem als robust einstuft: "Göppingen spielt ein sehr hartes 6:0. Damit müssen wir umgehen."
Ziel eins heute Abend in der Arena Trier lautet also, der Wucht des Gegners standzuhalten. Ziel zwei heißt: Endlich einmal zwei gute Durchgänge abliefern. "Bislang haben wir immer eine gute und eine schlechte Halbzeit gespielt. Es wäre schön, wenn wir das ändern könnten", konstatiert Ilper.
Die Grundvoraussetzung dafür: Die Mannschaft muss sich diszi pliniert an die taktischen Vorgaben halten - mit Gewandtheit und Cleverness. Daran hat es bislang in entscheidenden Phasen oftmals gehapert. "Wir haben das System, das wir spielen wollen, noch nicht so umgesetzt, wie wir uns das vorstellen", sagt Ilper, der aber Fortschritte ausmacht. Die Spielsteuerung sei besser geworden. Dadurch sollen auch überhastete Abschlüsse - etwa von der Toptorschützin Carolin Schmele - minimiert werden.
Für mehr Stabilität sollen auch die Neuzugänge Miroslava Jelicic und Cristina Cabeza beitragen. Ilper mahnt bei dem Duo zu Geduld: "Cristina ist noch zu ungefährlich im Abschluss. Wir müssen ihr Zeit geben, sich an die neue Umgebung zu gewöhnen. Miroslava kam mit körperlichen Defiziten zu uns. Sie arbeitet aber jeden Tag sehr professionell an ihrer Fitness und Spielbindung."
Gegen Göppingen stehen Ilper alle Spielerinnen zur Verfügung. Nach drei Heimpartien an einem Mittwoch dürfen die Miezen erstmals in dieser Saison an einem Samstag in der Arena antreten. Der Trainer hofft, dass sich das auch positiv in der Kulisse bemerkbar macht.