| 21:16 Uhr

Selbst gegen das Schlusslicht haben die Trierer Miezen keine Chance

Ihre acht Treffer haben nicht zum Sieg gereicht: Mieze Judith Derbach hat am Mittwochabend mit 30:36 gegen Bad Wildungen verloren.
Ihre acht Treffer haben nicht zum Sieg gereicht: Mieze Judith Derbach hat am Mittwochabend mit 30:36 gegen Bad Wildungen verloren. FOTO: Hans Krämer
Trier. Nicht einmal gegen das Schlusslicht können die Miezen gewinnen: Im Duell der Bundesliga-Absteiger unterlag die DJK/MJC Trier am Mittwochabend im letzten Erstliga-Heimspiel mit 30:36 (17:22) gegen Bad Wildungen. Björn Pazen

"Wir sind dabei, auch in Liga zwei" - lautete die Botschaft auf einem Transparent des Fanclubs "Römermiezen". Und wie schon bei vielen Heimniederlagen zuvor hatte es den rund 1200 Zuschauern nicht gelegen, die ihre Mannschaft lautstark unterstützten. "Tausend Dank" stand auf den T-Shirts, die die Miezen vor dem Anwurf trugen. Aber am Ende wurde das Duell gegen das Schlusslicht alles andere als ein Dank an die Fans, keine Motivation, auch in der 2. Liga dabei zu sein. Die HSG Bad Wildungen, Schlusslicht der Liga, feierte ihren zweiten Saisonsieg - beide Mal gelang dies gegen die Miezen, die trotz toller Unterstützung von den Rängen enttäuschten, trotz einer Steigerung in der Schlussphase.

In der ersten Hälfte ließen die Miezen fast alles vermissen, was ihr Trainer angekündigt und gefordert hatte: hundertprozentiger Einsatzwille, Disziplin und Konzentration. So kassierten die Triererinnen nach dem 4:3 sechs Tore in Folge - und diesen Vorsprung gab das Schlusslicht bis zur Pause (22:17) nicht mehr ab. Trier steigerte sich erst, als Verena Flöck für die glücklose Anne Bocka ins Tor kam und Toptorjägerin Carolin Schmele sich auf die Bank setzte. Prompt war die Fehlerquote im Angriff niedriger und vor allem Nathalie Adeberg ließ ihr Können aufblitzen. Doch näher als auf drei Tore kam die MJC nicht heran.

Gleich nach dem Wechsel hatten die Miezen die große Chance, in doppelter Überzahl zu verkürzen, aber mehr als ein Treffer sprang nicht heraus - die Vipers überstanden auch diese Situation schadlos, beim 20:26 (39.) betrug der Miezen-Rückstand wieder sechs Tore. Beim 22:27 nahm Ilper seine Auszeit, aber wie schon in vielen Spielen zuvor blieb die Fehlerquote im Angriff viel zu hoch, um die Gäste zu gefährden, die zudem nun erheblich stärker in der Abwehr auftraten. Aber, auch das ist bekannt: Trier ist eine Mannschaft für die letzte Viertelstunde: Flöck steigerte sich - und plötzlich spürte man den Siegeswillen bei der MJC, der lange Zeit nicht erkennbar war. Aber beim 26:33 stand die 16. Saisonniederlage fest.

DJK/MJC Trier: Bocka, Flöck, Kockler - Sattler (1/1), Zelmel (3), Czanik (0), Schmele (4), Vallet (1), Adeberg (7), Derbach (8/6), Solic (3), Jelicic (1), Cabeza (2)