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Sie haucht den Miezen Optimismus und neues Selbstvertrauen ein

Sie haucht den Miezen Optimismus und neues Selbstvertrauen ein

Drei Siege in Serie, neue Hoffnung im Abstiegskampf der 2. Bundesliga - dass die Trierer Handball-Miezen sich zuletzt enorm steigerten, daran hat auch die neue Mentaltrainerin Miriam Moll ihren Anteil.

Trier. Am Samstag hüpften sie übers Feld, sie strahlen wieder Zuversicht aus: Die Trierer Miezen haben sich mit drei Erfolgen in Mainz und Koblenz und Zuhause gegen Rödertal zurückgemeldet im Abstiegskampf der 2. Handball-Bundesliga. Auch wenn die Zeit drängt, weil nur noch sieben Partien ausstehen, sie wollen es schaffen.
Spielerinnen, Trainerin Cristina Cabeza und Vorstand Jürgen Brech sind sich einig, dass ein Teil des Aufschwungs Miriam Moll geschuldet ist. Sie ist seit rund einem Monat die neue Mentaltrainerin. "Wir haben uns bewusst für diesen Weg entschieden, denn dass die Mädels Handball spielen können, wissen wir ja", sagt MJC-Vorstand Jürgen Brech: "Miriam hat es innerhalb kürzester Zeit geschafft, den Spielerinnen neues Selbstvertrauen und Optimismus einzuhauchen."
Schon zu Saisonbeginn hatten die Miezen mit Simone Herber eine Mentaltrainerin gehabt. "Dass die Spielerinnen diese Erfahrungen schon gemacht hatten, war für den schnellen Einstieg unheimlich wichtig, die Spielerinnen waren offen für diese Art des Trainings", sagt Moll. Die 47-Jährige, die bislang mit Handball wenig am Hut hatte, die glorreichen Zeiten der Miezen aber miterlebt hatte, wollte dem Verein in der misslichen Situation helfen, sie kontaktierte Vorstand Brech.
In ihrer ersten Bestandsaufnahme stellte Moll fest, dass "durch den Druck im Abstiegskampf einiges auf die Spielerinnen eingeprasselt war. Es hat mich gereizt, sie mental wieder auf die Höhe zu bringen." Moll ist Coach für Unternehmen, Führungskräfte und Manager, aber auch Privatpersonen sowie Sportler zählen zu ihren Kunden. "Diese Herausforderung, meinen Job auf eine Spitzensport-Mannschaft zu übertragen, fand ich extrem spannend", sagt Moll.
Mitte Februar, nach der Niederlage gegen Haunstetten, stieß sie zur Mannschaft - und nur zwei Wochen später starteten die Miezen in Mainz ihre Siegesserie. "Als ich angefangen habe, habe ich eine sehr frustrierte Mannschaft erlebt, gezeichnet durch viele Rückschläge", sagt Moll: "Wir haben keine Wunderdinge vollbracht, aber Spielfreude und Leichtigkeit sind zurückgekehrt."
Molls Maßnahmen wie Sporthypnose, Team- oder Krisencoaching zeigen Wirkung. "Wir sind sehr froh, dass Miriam bei uns ist", sagt Trainerin Cabeza.
Ob es am Ende zum Klassenerhalt reicht, da will sich auch Moll nicht festlegen: "Viele Faktoren spielen hier eine Rolle, Garantien gibt es keine." BP