Trier trotz Stau zum Sieg

Trier · Im Abstiegskampf gelang der Reserve der Trierer Miezen ein wichtiger Erfolg in Wedau - trotz zweier Roter Karten. Bascharage hat hingegen das Spitzenspiel in Solingen knapp, aber verdient verloren.

(R.S.) HSV Solingen/Gräfrath - Roude Léiw Bascharage 32:30 (19:13) Über 400 Zuschauer sahen einen verdienten Solinger Erfolg im Spitzenspiel. Bascharage lag schnell 8:15 hinten, auch weil die Löwinnen zu hektisch spielten. "Nach dem Wechsel hat meine Mannschaft die erhoffte Reaktion gezeigt", sagte Trainer Claude Weinzierl, dessen Mannschaft auf 20:24 verkürzte. Doch erneut warfen ein schwacher Torabschluss und technische Fehler seine Mannschaft scheinbar vorentscheidend auf 20:28 zurück. Aber dank Torfrau Jessica Reise verkürzten die Luxemburger erneut auf 28:30 und hatten die Chance die Partie zu kippen. Doch Solingen blieb eiskalt entschied das Spitzenspiel mit dem 31:28. Auf Bascharager Seite enttäuschten Leistungsträger wie Marta Goraj, deren Formkurve seit einigen Spielen nach unten zeigt und auch Ex-Mieze Oxana Pal. Dennoch bescheinigte Weinzierl seinen Spielerinnen eine gute Moral: "Die Mannschaft hat sich nie aufgegeben, auch wenn wir klar zurücklagen."

Bascharage: Sanduta und Reis - Birca (4), Thees (4), Keves, Goraj (2), Pimenta, Muller (1), Pal (5), Welter, Janicz (14/1)

ETuS Wedau - DJK/MJC Trier II 29:30 (10:12) Wichtiger Auswärtserfolg für die kleinen Miezen im Abstiegskampf: Das Team von Trainer Markus Zeimet reiste aufgrund eines Staus mit über einstündiger Verspätung in Duisburg an, war aber von Beginn an hellwach. Trier startete mit zwei Treffern in Folge, doch Wedau hielt dagegen und führte 3:2. Unbeeindruckt zeigten sich die Gäste, die auf 7:4 konterten. DasAuf und Ab bestimmte das Geschehen, in dem viele Zeitstrafen das Spiel beeinflussten. Die MJC-Reserve behauptete ihre Führung zur Pause mit 12:10. Nach dem Wechsel sah Nathalie Adeberg in der 40. Minute nach der dritten Zeitstrafe die rote Karte, Laura Hahn fiel mit Knieverletzung aus. Dennoch kämpften die kleinen Miezen aufopferungsvoll, führten 29:25 in der 55. Minute, als Torhüterin Jessica Kockler, die einen Gegenstoß der Gastgeber unterband, den Ball wegschlug und dabei nach Aussage von Zeimet die gegnerische Spielerin nicht traf, die rote Karte. Wedau verkürzte auf 29:30. In der Schlußminute vergaben die Gäste einen Strafwurf und Wedau hatte in den Schlußsekunden noch eine Freiwurfchance, die aber nicht mehr genutzt werden konnte. "Am Ende war es ein enorm wichtiger Sieg für uns. Die Mannschaft hat bis zum Umfallen gekämpft. Es war ein typisches Kellerderby mit Kampf und Krampf", sagte Trainer Markus Zeimet.

MJC: Kockler und Bocka - Schneider (7), Premm (5), Lennartz (8), Grötzki (5), Adeberg (2), Weber (2), Stein (1), Hahn, Staudt.

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