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| 16:39 Uhr

Frauen-Handball
Szabo trifft in der Schlusssekunde zum 28:27-Heimsieg gegen Gröbenzell

FOTO: H.K. / Hans Krämer
Trier. Nach vier Niederlagen in Serie haben die Trierer Miezen in der 2. Frauen-Handball-Bundesliga ihr Heimspiel an Karnevalssamstag gegen den Tabellenletzten HCD Gröbenzell hauchdünn mit 28:27 (13:15) gewonnen. Von Stefan Strohm
Stefan Strohm

Was für eine Dramatik: Mit der Schlusssirene trifft Gabriella Szabo im packenden Heimspiel gegen das Schlusslicht aus Gröbenzell zum 28:27 (13:15) – und die Miezen tanzen ins Karnevalwochenende! Nach zuvor vier Niederlagen in Serie schaffen die Trierer Zweitliga-Handballerinnen die Trendwende und halten mit nunmehr 15:17 Punkten Abstand zu den Abstiegsplätzen.

Trier Die Schlussphase der Partie der Miezen gegen den Tabellenletzten hat es in sich. In der 53. Minute gehen die Miezen durch einen Siebenmeter von Szabo zum zweiten Mal in der zweiten Halbzeit in Führung. Das Spiel wogt hin und her, erneut Szabo bringt Trier knapp zwei Minuten vor dem Ende mit 27:26 in Front. Doch im Gegenzug kassiert Sattler eine umstrittene Zwei-Minuten-Zeitstrafe, und Jänicke verwandelt den Siebenmeter zum Ausgleich. In Unterzahl wächst die kleine Japanerin Yuko Minami über sich hinaus und rettet mit einer starken Parade das Unentschieden. Noch sieben Sekunden sind zu spielen, und Miezen-Trainer Andy Palm nimmt eine Auszeit. Der Trierer Coach nimmt Minami vom Feld bringt eine zusätzliche Feldspielerin. Die starke Vesna Tolic passt auf Szabo, und die 31-Jährige trifft in letzter Sekunde zum umjubelten und erlösenden 28:27-Heimsieg! Die 350 Zuschauer sind aus dem Häuschen, und den Miezen fällt eine zentnerschwere Last von den Schultern.

Die Siegtorschützin Szabo strahlte nach dem Schlusspfiff übers ganze Gesicht: „Egal, wer das entscheidende Tor gemacht hat – die zwei Punkte sind wichtig. Endlich hatten wir wieder Erfolg, hoffentlich geht es jetzt die nächsten Wochen wieder besser.“

Neben der neunfachen Torschützin zeigten auch Vesna Tolic mit ihrer Wurfstärke aus dem Rückraum und Kreisläuferin Andrea Czanik eine starke Leistung, zudem lohnte sich der Wechsel auf der Torhüterposition. Minami kam Mitte der ersten Halbzeit für Melanie Eckelt und parierte zwölf Würfe – eine gute Leistung, die sie mit ihren Paraden in der Schlussphase krönte.

In der ersten Halbzeit begannen beide Teams nervös und leisteten sich einige technische Fehler. Auch aufgrund einiger zweifelhafter Schiedsrichter-Entscheidungen fanden die Gäste als erste Mannschaft ihren Rhythmus und gingen in der 13. Minute erstmals mit zwei Toren Vorsprung in Führung. Zrnec gelang der Ausgleich zum 7:7 (15.), ehe Gröbenzell durch drei Treffer in Serie mit 10:7 (17.) führte. Die agile junge Mannschaft spielte nicht wie ein Tabellenschlusslicht, während die Miezen nur schwer in die Gänge kamen. Vesna Tolic brachte ihr Team Ende der ersten Hälfte wieder heran, mit ihrem dritten Treffer erzielte sie den Ausgleich zum 13:13 (30.). Doch noch vor der Pausensirene nutzten die Gäste aus Oberbayern zwei Konter, die jeweils Pelz erfolgreich abschloss. Somit führte der Tabellenletzte zur Pause mit 15:13.

Nach dem Wechsel kamen die Miezen konzentrierter und aggressiver zurück und glichen schnell aus. Als die Partie auf der Kippe stand, trafen immer wieder Czanik, Tolic und Szabo – ein Spiel über die Außenpositionen kam kaum zustande. Die Luxemburgerin Tina Welter scheiterte insgesamt bei drei Tempogegenstößen, und auch Hannah Sattler vergab einige Chancen. Am Ende aber bäumten sich die Miezen in der packenden Partie auf – und durften dank Minami und Szabo nach der Schlusssirene ausgelassen feiern.

DJK/MJC Trier: Eckelt, Minami – Petrovska, Sattler (2), Zrnec (3), Tolic (6), Szabo (9/davon drei Siebenmeter), Czanik (5), Smits, Müller (1/1), Houben (2), Welter

Beste Werferinnen Gröbenzell: Fischer (6), Jänicke (5/3)

Schiedsrichter: Jan Lier/Manuel Lier