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Handball
Das ungleiche Duell im hohen Norden

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miezen logo neu 2018 FOTO: MJC
TRIER. Die Trierer Miezen reisen als Tabellenletzter zum verlustpunktfreien Topteam Buchholz. Von Björn Pazen

Unter normalen Umständen müssten die Trierer Miezen am drittletzten Tag des Jahres nicht bis ans nördliche Ende der Lüneburger Heide reisen - und dies gleich aus zwei Gründen. Erstens war der heutige Gastgeber HL Buchholz-Rosengarten in der Vorsaison mit einem Vorsprung von 14 Punkten Zweitliga-Meister geworden, verzichtete aber aus finanziellen Gründen auf den Aufstieg. Und dann musste die eigentlich für den zweiten Spieltag vorgesehene Partie auf den 29. Dezember (Anwurf: 19 Uhr) verschoben werden. Somit verkürzte sich der Weihnachtsurlaub der Trierer Handballerinnen erheblich. Ein­einhalb Wochen hatten die ausländischen Spielerinnen Zeit für ihre Heimatbesuche, am Donnerstagabend stand das erste Training nach dem befreienden 24:23-Erfolg gegen Nürtingen vom 16. Dezember an.

„Alle sind wohlbehalten und pünktlich zurückgekehrt“, sagt MJC-Trainerin Elena Vereschako vor dem ungleichen Duell. Die Miezen reisen heute um 7.30 Uhr als Tabellenletzter zum verlustpunktfreien Tabellenzweiten, der nur deswegen nicht Spitzenreiter ist, weil Ketsch drei Spiele mehr absolviert hat. Vor zwei Wochen gewannen die „Luchse“ das Spitzenspiel gegen die Bären aus der Kurpfalz mit 26:25, kurz vor Weihnachten folgte ein Erfolg gegen Nürtingen, so dass die Punkteausbeute nun bei 22:0 Zählern liegt.

„Nichts ist unmöglich“, lautet dennoch das Motto der Miezen. „Der Sieg hat uns Rückenwind im Abstiegskampf gegeben“, sagt Ve­reschako: „Auch wenn Rosengarten noch keinen Punkt abgegeben hat, leisten sie sich manchmal ziemlich viele Fehler. Das müssen wir ausnutzen, wenn sich die Chance bietet.“

Rosengarten hat den großen Vorteil, das Farmteam des Erstligisten Buxtehuder SV zu sein. Hochtalentierte Nachwuchsspielerinnen erhalten in der zweiten Liga viel Spielpraxis, ehe sie dann zurück zum BSV wechseln. „Rosengarten ist breit aufgestellt und von jeder Position gefährlich, da kann man sich nicht auf eine oder zwei Spielerinnen konzentrieren“, gibt Vereschako als Taktik aus.

Viel wichtiger als die Auswärtshürde beim Spitzenteam sind aber die ersten drei Partien nach dem Jahreswechsel für die Miezen.

Dann geht es in Lintfort und in Harrislee sowie im nächsten Heimspiel in der Arena am 11. Januar (19.30 Uhr) gegen Gedern-Nidda gegen direkte Konkurrenten im Abstiegskampf.

DJK/MJC Trier (Kader): Eckelt, Baranowska - Sattler, Zrnec, Tolic, Szabo, Petrovska, Czanik, Simon-Varga, Ilciukaite, Houben