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Trotz langer Busfahrt: Miezen wollen neuerliches Debakel vermeiden

Trotz langer Busfahrt: Miezen wollen neuerliches Debakel vermeiden

Gegen die vier Topteams Leipzig, Erfurt, Buxtehude und Oldenburg haben die Miezen in der Hinrunde vier herbe Niederlagen mit jeweils 40 und mehr Gegentreffern kassiert. Kann sich Trier in der Rückrunde gegen das Quartett besser aus der Affäre ziehen? Einen ersten Fingerzeig gibt es heute im Auswärtsspiel beim HC Leipzig.

Trier. Erstliga-Handballerinnen brauchen gutes Sitzfleisch. Heute um 11 Uhr besteigt der Miezen-Tross den Bus in Richtung Leipzig. Kalkuliert wird mit sieben Stunden Fahrzeit. Am späten Abend, direkt nach dem Spiel, geht es zurück an die Mosel. Läuft alles glatt, könnten die Miezen am Donnerstag gegen 4.30 Uhr wieder in Trier eintreffen.
Ein hartes Programm. Zumal zwischen der Hin- und Rückfahrt in der Partie beim Tabellendritten eine ansprechende Leistung gezeigt werden soll (19.30 Uhr, Ernst-Grube-Halle).
Das 24:40-Debakel gegen den HCL in der Hinrunde ist noch in den Köpfen der Miezen. "Wir müssen nachweisen, dass zwischen uns und Leipzig kein Zwei-Klassen-Unterschied besteht", sagt MJC-Trainer Jörn Ilper.
An einen Punktgewinn ist dennoch im Normalfall nicht zu denken. Zu breit und stark ist der Kader der Sachsen - auch wenn die an den Folgen eines Mittelhandbruchs laborierende Polin Karolina Kudlacz weiterhin fehlen sollte. Die jüngste Niederlage des HCL in Leverkusen (26:35) ist für Ilper kein Indiz für eine beginnende Schwächephase der Sachsen: "Bayer Leverkusen hat sich gefangen. Der Erfolg war für mich nicht überraschend, die Höhe des Siegs allerdings schon."
Die Miezen haben in den vergangenen beiden Partien drei Punkte gesammelt. Eine gute Ausbeute, auch wenn Ilper keinen Hehl daraus macht, dass das 32:32 gegen Metzingen am vergangenen Samstag zu wenig war. "Uns fehlt ein Punkt. Wir sind mit dem Sieg gegen Blomberg und dem Remis gegen Metzingen nicht unzufrieden. Aber wir wissen, dass das noch nicht reicht."
Die entscheidenden Partien für die Miezen sind nicht die nächsten vier gegen das Führungsquartett der Liga, sondern die Begegnungen danach - unter anderem gegen Koblenz/Weibern und Bad Wildungen. Mit ordentlichen Auftritten gegen Leipzig und Co. will sich das Team das nötige Selbstvertrauen für die Endspiele holen.
Ob heute Abend MJC-Kapitänin Silvia Solic auflaufen kann, war gestern noch unklar. Ilper: "Sie war zuletzt krank. Wir müssen schauen, ob ihre Mitfahrt nach Leipzig Sinn macht." bl
Extra

Vorverlegt: Am drittletzten Spieltag der Frauen-Handball-Bundesliga trifft die DJK/MJC Trier zu Hause auf Bayer Leverkusen. Ursprünglich sollte die Partie am Samstag, 16. März, ausgetragen werden. Nun ist das Duell vorgezogen worden. Anwurf zur Partie gegen die Rheinländerinnen, bei denen die Ex-Miezen Laura Steinbach und Steffi Egger spielen, ist nun am Mittwoch, 13. März, 19.30 Uhr, in der Arena Trier. bl