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Unter Zugzwang: Am Samstag muss die Siegesserie gestartet werden

Am Samstag soll ein Sieg her: Die Trierer Miezen – hier mit Megane Vallet – müssen noch kräftig punkten, um in der Liga zu bleiben. TV-Foto: Hans Krämer
Am Samstag soll ein Sieg her: Die Trierer Miezen – hier mit Megane Vallet – müssen noch kräftig punkten, um in der Liga zu bleiben. TV-Foto: Hans Krämer FOTO: (g_sport
Trier. Sieben Spiele haben die Trierer Miezen noch Zeit, den Abstieg aus der Frauen-Handball-Bundesliga abzuwehren. Schaut man auf das Restprogramm der Konkurrenz, muss die MJC am Samstag gegen Berlin mit dem Siegen beginnen - sonst ist es zu spät.

Trier. Drei Siege aus bislang 19 Partien, letzter Platz - aber auch "nur" drei Zähler Rückstand auf das rettende Ufer: Das sagt die Statistik über die aktuelle Situation der MJC aus. Kontinuierlich in den vergangenen Jahren sah das Tabellenbild aus Trierer Sicht so aus, als es ins letzte Saisondrittel ging. "Hinten raus haben wir uns immer gesteigert", sagt Triers Top-Torjägerin Katrin Schneider. Vor zwei Jahren hatte es nicht gereicht - die Miezen waren sportlich abgestiegen, kamen dank der Insolvenz des Frankfurter HC durch die Hintertür wieder zurück.
In dieser Saison sieht es nicht danach aus, als ob eine Mannschaft aus finanziellen Gründen keine Lizenz für die kommende Spielzeit erhalten würde. Somit steigen zwei Mannschaften in die 2. Liga ab, die Miezen müssen Drittletzter werden, um das 16. Erstligajahr in Folge anzugehen. Und sie haben ihr Schicksal noch halbwegs in den eigenen Händen, wie der Blick auf das Restprogramm zeigt: Trier spielt am 11. April noch zu Hause gegen den Drittletzten Koblenz/Weibern und zwei Wochen später beim Vorletzten Celle, der nach dem Sieg in Trier im November alle folgenden zehn Partien verlor.
Doch nicht nur diese beiden Spiele muss Trier gewinnen, sondern auch schon das kommende Heimspiel am Karsamstag (4. April, 19.30 Uhr) gegen Aufsteiger Füchse Berlin, der als Achter sechs Punkte vor dem ersten Abstiegsplatz liegt und den Klassenerhalt eigentlich gesichert hat. Der Blick auf das Restprogramm der verbliebenen sechs Abstiegskandidaten (siehe Extra) zeigt: Es gibt alleine noch sieben Duelle dieser Teams untereinander, zudem treffen vier dieser sechs Kandidaten noch auf Berlin.
Nachdem zuletzt vor allem Koblenz/Weibern durch seine Aufholjagd für Furore sorgte, gab Trier in den bisherigen Partien gegen direkte Konkurrenz schon zu viele Punkte aus der Hand - wie gegen Celle, in Göppingen oder Bietigheim. Daher stehen vor allem die Miezen bis zum 25. April unter Zugzwang. Drei Niederlagen würden schon das Ende aller Träume bedeuten, denn danach geht es gegen die Spitzenmannschaften Thüringer HC und Buxtehude, am Ende der Saison stehen zwei Auswärtsspiele in Bad Wildungen und Leverkusen - somit ist die Chance auf Zählbares in drei der vier folgenden Partien gering bis sehr gering. Vorteil für Trier könnte höchstens sein, dass Bad Wildungen bis zum vorletzten Spieltag seine Schäfchen schon im Trockenen hat. Im Optimalfall kommen auf Trierer Seite also noch acht Punkte hinzu, bei den Vulkanladies sind zwei bis drei realistisch, in Celle fokussiert man sich jetzt schon auf die Heimspiele gegen Trier und Bad Wildungen. BP
Extra

Sechs Mannschaften kämpfen in der Frauen-Bundesliga gegen den Abstieg - und haben bis zum Saisonende am 23. Mai folgendes Restprogramm: Bad Wildungen (9. Platz, 13:27 Punkte): Metzingen (A), Berlin (H), Celle (A), Trier (H), Leverkusen (H), Blomberg (A) SG Bietigheim (10. Platz, 12:26 Punkte): Thüringer HC (H), Buxtehude (A), Göppingen (H), Leipzig (A), Metzingen (H), Berlin (A), Celle (H) Frisch Auf Göppingen (11. Platz, 10:28 Punkte): Leverkusen (A), Blomberg (H), Bietigheim (A), Oldenburg (H), Koblenz/Weibern (A), Thüringer HC (H), Buxtehude (A) Vulkanladies Koblenz/Weibern (12. Platz/9:29 Punkte): Oldenburg (H), Trier (A), Thüringer HC (H), Buxtehude (A), Göppingen (H), Leipzig (A), Metzingen (H) SVG Celle (13. Platz/8:30 Punkte): Metzingen (H), Berlin (A), Trier (H), Bad Wildungen (H), Leverkusen (A), Blomberg (H), Bietigheim (A) DJK/MJC Trier (14. Platz/6:32 Punkte): Füchse Berlin (4. April/H), Vulkanladies Koblenz/Weibern (11. April/H), SVG Celle (25. April/A), Thüringer HC (2. Mai/H), Buxtehuder SV (6. Mai/H), Bad Wildungen (9. Mai/A), Bayer Leverkusen (23. Mai/A) H = Heimspiel, A = Auswärtsspiel BP