Warten auf das Zeichen

Vier Niederlagen in Folge, Absturz auf den vorletzten Platz - nun wollen die Trierer Miezen am Sonntag (16 Uhr) gegen Pokalsieger VfL Oldenburg ein Signal setzen, getreu dem Motto: "Hurra, wir leben noch".

 Auf ihre Anspiele kommt es an: MJC-Spielmacherin Anne Jochin. TV-Foto: Archiv/Funkbild

Auf ihre Anspiele kommt es an: MJC-Spielmacherin Anne Jochin. TV-Foto: Archiv/Funkbild

Trier. (BP) Über zwei Monate ist es her, dass die DJK/MJC Trier ein Bundesligaspiel gewonnen hat. Am 8. November hieß es 33:28 gegen Erfurt. Nach fast zweimonatiger Heimspiel-Pause soll nun am Sonntag (Anwurf: 16 Uhr) die Niederlagen-Serie beendet werden - aber die Chancen, den im Abstiegskampf so wichtigen Erfolg ausgerechnet gegen Pokalsieger und Meisterschafts-Mitfavorit VfL Oldenburg einzufahren, stehen zumindest von der Papierform her nicht so gut.

"Wir sind Außenseiter", gibt Trainerin Ildiko Barna zu. Aber Rückraumwerferin Nadja Nadgornaja sieht die Chancen auf zwei Punkte nicht so schlecht: "Zu Hause müssen wir eigentlich gegen jeden Gegner gewinnen - gerade in unserer Situation."

Vorteil für Trier könnte sein, dass die Gäste eine "englische Woche" in den Knochen haben. Am Sonntag gewann der VfL im Pokal 41:24 in Beyeröhde, am Mittwoch setzten sich die Norddeutschen in einem Liga-Nachholspiel mit 32:26 gegen Göppingen durch und kletterten auf Rang vier. Zudem stellten die Oldenburger die Weichen für die Zukunft und verlängerten den Vertrag mit Trainer Leszek Krowicki bis 2012. "Zwischen den Jahren" hatte der Miezen-Gegner für Furore gesorgt, als man Meister Leipzig die ersten beiden Saison-Niederlagen auf nationaler Ebene - in Liga und Supercup - beigebracht hatte. "Oldenburg ist eine Super-Mannschaft", betont Barna. Hoffnung zieht sie aber ausgerechnet aus dem mit 36:41 verlorenen Hinspiel: "Wir haben 50 Minuten gut mitgespielt. Wenn wir am Sonntag aggressiver in der Abwehr auftreten und unsere Torwartleistungen steigern, haben wir dennoch eine Chance gegen den Oldenburger Tempohandball."

Doch ausgerechnet im Tor könnte es noch Probleme geben, denn Daniela Vogt plagt sich - wie Kreisläuferin Silvia Solic - mit einer hartnäckigen Erkältung. Oldenburg verfügt über einen stark besetzten Rückraum, in Tatiana Surkova über eine hochklassige Torfrau sowie in Ulrike Stange (Freundin von Fußball-Nationalspieler Per Mertersacker) über eine torgefährliche Rechtsaußen.

Für Barna fällt die Entscheidung über Sieg oder Niederlage vorrangig im Kopf: "Wir müssen die Köpfe frei haben und müssen die Angst vor dem Verlieren abschütteln., Dann haben wir eine Chance auf die Überraschung."

DJK/MJC Trier (Kader): Vogt (?), Monz - Huber, Derbach, Jakubisova, Schneider, Pütz, Jochin, Nadgornaja, Karsten, Vallet, Lennartz, Solic (?), Egger, Thomas