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Weibliche Doppelspitze bei der MJC

Weibliche Doppelspitze bei der MJC

Vom Feld auf die Bank: Die Spanierin Cristina Cabeza wird die Trierer Miezen künftig trainieren und Jörn Ilper beerben. Neue Co-Trainerin ist Ex-Mieze Jana Arnosova. In der 2. Liga steigen nächste Saison drei Mannschaften auf.

Trier. Die Kaderplanungen sind schon weit, aber es dauerte drei Monate nach dem letzten Erstligaspiel, bis feststand, wer die DJK/MJC Trier künftig in der 2. Liga trainieren wird. Am Sonntag gaben die Miezen nun den Abschied nach nur einem Jahr von Jörn Ilper bekannt, die MJC setzt - vorrangig aus Kostengründen - auf eine interne Lösung auf der Bank: Die Spanierin Cristina Cabeza (36), die 2012 als Spielerin nach Trier kam, wird künftig Cheftrainerin bei der MJC, und auch ihre "Co" ist weiblich: die frühere Mieze Jana Arnosova, die 2012 nach einem Kreuzbandriss ihre Karriere beenden musste.
Finanzielle Konsolidierung


"Nach dem Abstieg mussten wir unsere Strukturen an die Erfordernisse der neuen Spielklasse und an die finanziellen Rahmenbedingungen anpassen", erläutert MJC-Vorstand Jürgen Brech die Entscheidung, dankt aber auch Jörn Ilper: "Er hat unter schwierigen Bedingungen eine gute Arbeit geleistet. Die konsequente finanzielle Konsolidierung hatte zwangsläufig Auswirkungen auf den Kader."
Cabeza befindet sich derzeit in ihrer Heimat und schickt sich an, ihren A-Trainer-Schein zu absolvieren. Ihre einzige bisherige Erfahrung auf der Bank machte sie bei Jugendmannschaften. "Cristina erfüllt fachlich wie persönlich alle Voraussetzungen für diese Aufgabe und wir sind froh, dass wir mit ihr jemanden für diese Herausforderung gewinnen konnten, mit dem wir bereits gute Erfahrungen in der Zusammenarbeit gesammelt haben."
Zudem hat der Verein auch die Option, dass Cabeza nach wie vor als Spielerin eingesetzt werden kann, wenn die Umstände dies erfordern sollten. "Wir haben vollstes Vertrauen in ihre Kenntnisse", beruhigt Brech Stimmen, die von einem zu hohen Risiko bei der "Mission Wiederaufstieg" sprechen. Positiv für die Miezen sind die Rahmenbedingungen für die neue Saison: Bei der Tagung von 1. und 2. Liga wurde bekanntgegeben, dass das "Oberhaus" ab der Saison 2014/15 von zwölf auf 14 Mannschaften aufgestockt wird - und deshalb drei Mannschaften aus der 2. Liga, in der 16 Teams spielen, aufsteigen werden statt wie bisher nur zwei.
Am 8. Juli beginnt die Saisonvorbereitung, in die auch Leichtathlet Marc Kowalinski intensiv als Konditionstrainer eingebaut ist. Bis dahin soll auch der bislang elf Spielerinnen umfassende Miezen-Kader vollzählig sein. Noch in dieser Woche will die MJC drei weitere Neuzugänge präsentieren.
Extra

Spielplan und Hallenprobleme: Bei der Ligatagung am Wochenende wurde der Rahmenspielplan für die 2. Liga besprochen. Die Miezen beginnen die Saison am 7. September mit einem Auswärtsspiel beim früheren Bundesligisten SVG Celle, das erste Heimspiel ist für den 14. September gegen die Füchse Berlin geplant. "Wir wissen aber nicht, ob wir dann in der Arena wegen einer anderen Belegung spielen können", sagt MJC-Vorstand Jürgen Brech. Insgesamt gibt es vier bis fünf Termine, an denen die Arena blockiert ist. In der 2. Liga muss samstags gespielt werden, es sei denn der Gegner muss nicht mehr als 500 Kilometer anreisen. BP