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Wenn Läufer mit Rollis fachsimpeln

Wenn Läufer mit Rollis fachsimpeln

Handballerinnen und Läufer, Rollstuhl-Basketballer und Golfer - sie alle brachte der frühere Eishockeyspieler Sebastian Bethge unter einen Hut, bei der vom Physiotherapeuten organisierten Veranstaltung "Sportler treffen Sportler".

Trier. Sie begegnen sich sonst höchstens auf den Fluren vor oder nach ihrer Behandlung, jetzt gab es für rund 80 Trierer Athleten der unterschiedlichsten Sportarten die Gelegenheit, sich kennenzulernen und auszutauschen. Rollstuhl-Basketballer der Rollis, Handballerinnen der Miezen und der TG Konz, Golfer sowie viele Läufer und andere Ausdauerathleten waren der Einladung des früheren Eishockeyspielers Sebastian Bethge zur Veranstaltung "Sportler treffen Sportler" gefolgt. Bethge ist heute Physiotherapeut und betreibt in Trier das "Physiomed", das alle diese Sportler auch betreut.
"Wann ergibt sich schon einmal die Gelegenheit, in lockerer Runde zu plaudern? Die Athleten haben doch kaum die Chance, sich einmal zu treffen und sich über ihr Training, ihren Sport oder ihr ganz normales Leben auszutauschen", sagt Bethge. Im Mittelpunkt stand "Rolli" Chad Jassman, der seine in London mit der kanadischen Mannschaft errungene paralympische Goldmedaille mitgebracht hatte. Daneben waren in Maike Hausberger und den übrigen Rolli-Nationalspielern weitere Paralympics-Teilnehmer bei "Sportler treffen Sportler". Das Konzept hat den Athleten gefallen, viele haben sich entschlossen, mal das ein oder andere Spiel der neuen "Sportskameraden" zu besuchen.
Aber es wurde auch gefachsimpelt: So tauschten sich Rollis-Star Dirk Passiwan und Läufer Mark Kowalinski über ihre völlig unterschiedlichen Trainingspläne aus - und "Kowa" gestand: "Ich hatte drei Tage Muskelkater, nachdem ich beim Rollis-Jedermann-Turnier mitgemacht hatte." "Die Veranstaltung kam sehr gut an, sie schreit quasi nach einer Wiederholung", meint Bethge nach der Premiere. red