Wenn sich Spitzensport und Studium nicht ausschließen

Die Universität Trier ist nun offiziell Partnerhochschule des Landssportbunds Rheinland-Pfalz (LSB). Vor zwei Jahren gab es die ersten Gespräche. Die Grundidee damals: Geschaffen werden sollte ein Verbundsystem, das Spitzensportlern die duale Ausbildung ermöglicht — von der Grundschule bis zur Uni.

 Spitzensportler, die in Trier studieren: Das wünschen sich Ulrich Klaus, Peter Schwenkmezger und Georg Bernarding (von links). TV-Foto: Lukas Monz

Spitzensportler, die in Trier studieren: Das wünschen sich Ulrich Klaus, Peter Schwenkmezger und Georg Bernarding (von links). TV-Foto: Lukas Monz

Trier. (LM) Alle Beteiligten, Bürgermeister Georg Bernarding, Universitätspräsident Peter Schwenkmezger sowie der Vizepräsident des Ressorts Leistungssport des LSB, Ulrich Klaus, zeigten sich zufrieden, den Kooperationsvertrag endlich unterzeichnet zu haben. Anlass für die Zusammenarbeit waren in den vergangenen Jahren vor allem Anfragen von Spitzensportlern, die in Trier studieren wollten.

"Man war sich einig, dass dieses duale System, also sportliche Karriere und schulische Ausbildung, nicht mit dem Abitur enden soll und kann", sagten die Verantwortlichen. Ulrich Klaus wies darauf hin, dass der Sport oft nicht mit der akademischen Ausbildung vereinbar sei.

Und genau in diesem Punkt besteht ein zentrales Ziel der Kooperation: Organisatorische und terminliche Hürden wie Prüfungs- oder Abgabetermine sollen flexibler gestaltet werden — wenngleich die rechtlichen Möglichkeiten begrenzt sind, wie der Universitätspräsident erläuterte. Auch die Einführung der neuen Bachelor- und Master-Studiengänge und die eingeschränkte Flexibilität der Studienpläne erschwere dies. Dennoch sind die Verantwortlichen optimistisch. "Wir wollen die Kooperation mit Leben erfüllen und abwarten, wie sich die Sache entwickelt", sind sich Bernarding, Schwenkmezger und Klaus einig.

Schwenkmezger: Potenzial bei den Basketballern



Besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem Nachwuchs der Handball-Bundesliga-Mannschaft der Trierer "Miezen". Mit dem Internat in der Sportakademie haben die jungen Talente in Rheinland-Pfalz einmalige Bedingungen. Die Spielerinnen sollen möglichst lange in Trier gehalten werden und für eine solide Basis der Mannschaft sorgen. Doch Universitätspräsident Schwenkmezger sieht noch mehr Potenzial. Er sieht auch bei der Nachwuchsförderung der Trierer Basketballer noch Luft nach oben und hält eine Zusammenarbeit wie mit den "Miezen" für möglich. Denn schließlich profitiere auch die Universität von der Zusammenarbeit. Die Spitzensportler stellten für viele Studenten ein Vorbild dar und seien als Werbeträger für die Universität regional und überregional von Bedeutung.

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