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Wer früher anfängt, kann auch länger feiern

Wer früher anfängt, kann auch länger feiern

Handball: Miezen treffen bereits um 17 Uhr auf Werder Bremen - und haben beim Trierer Rosenmontagszug ihren nächsten großen Auftritt

TRIER Im DFB-Pokal wäre diese Paarung im Moselstadion sicher ausverkauft, in der Schach-Bundesliga gibt es das Duell für die SG Trier regelmäßig, meist aber mit besserem Ende für die Grün-Weißen. Somit müssen wieder einmal die Handballerinnen die Kohlen aus dem Feuer holen. Die Rede ist von Trierer Vergleichen mit Werder Bremen. Zum vierten Mal in der Vereinsgeschichte der Miezen kommt es zu einem Schlagabtausch mit Werder, noch nie verlor Trier (ein Remis, zwei Siege). Zu ungewohnter Zeit - Anwurf in der Arena ist am heutigen Samstag bereits um 17 Uhr - will die MJC diese Serie fortsetzen, wenn man als Tabellenzweiter den Vorletzten empfängt. Bremen hat auswärts erst drei Punkte eingefahren, die Miezen haben ihre Erfolgsserie vergangene Woche gegen Zwickau ausgebaut und liegen auf einem Aufstiegsplatz. Im Hinspiel an der Weser hatten die Miezen ihren Torhunger gestillt und mit 38:29 gewonnen - was schon das Kernproblem von Werder zeigt: die löchrige Defensive. Hinter der MJC liegt ein Verfolger-Quartett auf der Lauer, das nur einen Punkt Rückstand aufweist - wollen die Miezen also Rang zwei über Karneval hinaus verteidigen, muss ein Sieg her. Wegen der vielen Karnevalsveranstaltungen in der Region wird das Spiel auch früher angepfiffen: "So wollen wir allen handballinteressierten Narren beides ermöglichen: Miezen und Sitzungen", sagt MJC-Vorstand Jürgen Brech.Schunkeln werden die Miezen dann am Montag, denn ein Großteil der Mannschaft wird beim Trierer Rosenmontagszug dabei sein. Gemeinsam mit der Arena Trier macht die MJC mit Motivwagen und Fußgruppe Werbung für die Handball-WM im Dezember in Trier - unter dem offiziellen WM-Motto "Simply wunderbar". Ehrensache für Brech: "Bei dieser Aktion sind wir natürlich gerne dabei. Sieben bis acht unserer Spielerinnen sowie weitere MJCler aus der zweiten Frauen- und der Männermannschaft gehen mit.""Wir wollen die Region und die Stadt Trier auf besondere Weise auf den sportlichen Höhepunkt dieses Jahres einstimmen", sagt Arena-Geschäftsführer Wolfgang Esser, der gemeinsam mit der WM-Projektmanagerin Julia Lewen die Idee für die "typisch trierische" Werbung hatte. Die Arena hat schließlich seit vielen Jahren eine enge Verbindung zum Rosenmontagszug, denn die Halle ist wieder Gastgeber der großen After-Zug-Party (ab 14 Uhr am Rosenmontag).Zwei Tage vorher wollen aber die Miezen in der Arena feiern - den Erfolg gegen Bremen. Im zweiten Heimspiel in Folge wird weiterhin die Rumänin Ramona Constantinescu (Schulterprobleme) fehlen, ansonsten sind alle Miezen fit. DJK/MJC Trier (Kader): Kockler, Eckelt - Sattler, Zrnec, Petrovska, Greinert, Czanik, Simon-Varga, Müller, Houben, Weibelova, Welter