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"Wir müssen alle für Mégane kämpfen und siegen" - Die Miezen spielen heute Abend ohne Kapitänin Vallet

"Wir müssen alle für Mégane kämpfen und siegen" - Die Miezen spielen heute Abend ohne Kapitänin Vallet

Nach einer schweren Knieverletzung wird Spielführerin Mégane Vallet den Trierer Handball-Miezen mehrere Monate lang fehlen. Daher ist die MJC ab dem Heimspiel am heutigen Samstag gegen Blomberg (19.30 Uhr, Arena) mehr denn je als Team gefordert.

Zwei Siege zum Start der Abstiegsrunde, den Vorsprung auf das Schlusslicht Bensheim auf sechs Punkte ausgebaut, das Traumziel Klassenerhalt kurz vor Augen - besser könnte die Stimmung bei den Miezen eigentlich nicht sein. Und dann das: Im Mittwochstraining verdrehte sich Spielführerin Mégane Vallet unglücklich das Knie, gestern lag die Diagnose vor: Mehrere Bänderrisse im Knie, der Meniskus gerissen, Saisonaus für die dienstälteste Mieze, mehrere Monate Pause für die Französin. "Das ist richtig heftig. Wenn wir einmal ein Hoch haben, bekommen wir gleich wieder einen Dämpfer - und dieser Dämpfer trifft uns richtig hart", hat MJC-Vorstand Jürgen Brech den Glauben an das Gute verloren.

"Jetzt müssen wir alle für Mégane kämpfen und siegen", beschreibt Co-Trainerin Jana Arnosova die Trotzreaktion vor dem heutigen Heimspiel gegen Blomberg in der Arena (Anwurf: 19.30 Uhr). In der Partie der beiden einzigen noch verlustpunktfreien Abstiegsrunden-Teilnehmer bietet sich der MJC nach der Gala gegen Weibern die große Chance, die Tür zum Klassenerhalt ein gutes Stück weiter zu öffnen. "Je früher, je besser", lautet das Motto der Miezen - aber der Schock von Vallets Verletzung sitzt tief. Vor allem in der Defensive war die Französin der Stabilisator, war zudem äußerst treffsicher bei Gegenstößen - diese Aufgaben müssen in den verbleibenden Spielen nun andere übernehmen. "Wir sind als Mannschaft gefordert. Ein dritter Sieg in Folge würde uns den Rest der Saison erheblich erleichtern", sagt Arnosova, "vor allem jetzt, wo uns schon wieder eine wichtige Alternative fehlt".

Neben Vallet fällt auch die Dänin Maria Kroyer weiter aus, wird nach Stand der Dinge ebenfalls nicht mehr in dieser Saison spielen können.

Blomberg hingegen kann sich genüsslich zurücklehnen. Mit 16 Punkten Vorsprung auf den Abstiegsplatz und acht noch ausstehenden Partien kann selbst rein mathematisch nichts passieren. Wenn überhaupt, geht es der Mannschaft um Andre Fuhr (dienstältester Trainer aller Bundesligisten) nur noch darum, den siebten Platz im Endklassement zu verteidigen.

"Wir müssen die gleiche Einstellung wie beim 30:21 gegen Koblenz/Weibern an den Tag legen. Denn in dieser Runde, in der es eigentlich nur noch für Bensheim und Trier um etwas geht, zählt nur die Einstellung. Wir gehen voll auf Sieg, auch wenn die Favoritenrolle bei den Gästen liegt", meint Miezen-Co-Trainerin Arnosova.
Im Hinspiel der Normalrunde waren die Miezen gegen Blomberg-Lippe 50 Minuten lang die klar bessere Mannschaft. Sie unterlagen aber unglücklich mit 28:30. Im Rückspiel gab es eine 28:32-Niederlage bei der HSG (mit Ex-Miezen-Torfrau Anna Monz). Rein rechnerisch können die Miezen den Klassenerhalt am 12. April im Auswärtsspiel in Bensheim perfekt machen.

DJK/MJC Trier: Kockler, Flöck, Vogt - Derbach, Pilmaier, Adeberg, Irsch, Mohr, Schneider, Garcia-Almendaris, Kordel, Sattler, Pötters, Cabeza, Czanik