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"Wir waren wie in einem Rausch"

"Wir waren wie in einem Rausch"

Mit einen sensationell deutlichen 30:21 (15:11) im Derby gegen Koblenz/Weibern haben die Trierer Miezen den zweiten Abstiegsrundensieg in Serie gefeiert - und liegen nun schon sechs Punkte vor Schlusslicht Bensheim.

Trier. War das schon der Klassenerhalt? "Nein, aber ein riesiger Schritt dorthin", wiegelte Franziska Garcia-Almendaris nach dem in dieser Deutlichkeit nie erwarteten 30:21 (15:11)-Derbysieg gegen die Vulkanladies Koblenz/Weibern ab. Seit dem 34:23 gegen Sulzbach am 6. September 2008 hatte die MJC nicht mehr so deutlich in der Liga gewonnen. "Wir waren wie in einem Rausch", sagte Garcia. "Da hat alles perfekt geklappt. Die Abwehr stand super, im Angriff haben wir geduldig auf unsere Chancen gewartet. So kann es weitergehen", meinte auch Andrea Czanik, die mit sieben Treffern ihr bestes Spiel im Miezen-Trikot ablieferte, und ergänzte: "Wenn wir so weiterspielen, bleiben wir definitiv in der ersten Liga."Sechs Punkte beträgt nun der Vorsprung auf Schlusslicht Bensheim, das gegen den nächsten Miezen-Gegner Blomberg 29:32 verlor. "Ich will beim Hinspiel in Bensheim am 12. April alles klarmachen", sagte Garcia-Almendaris, und Co-Trainerin Jana Arnosova ergänzte: "Das war genial. Alles, was in der Normalrunde war, haben wir abgehakt. Jetzt geht es richtig los." Mit dem zweiten Sieg in der Abstiegsrunde ist die MJC dem Klassenerhalt ein Riesenstück nähergekommen, und dieser Erfolg gegen die enttäuschenden Gäste hatte viele Gesichter. Eines aber ragte besonders heraus: Torfrau Jessica Kockler, die 19 Würfe abwehrte. "Ich glaube, ich war ganz gut, aber die Abwehr hat mir auch viel geholfen", blieb die Saarländerin bescheiden, die mittlerweile die klare Nummer eins im MJC-Tor ist. "Ich denke, unsere Ausgangslage ist jetzt sehr gut. Im Gegensatz zu vergangenen Jahren wollen wir den Klassenerhalt dieses Mal früher unter Dach und Fach bringen."Kocklers Paraden hatten den Miezen schon vor der Pause die nötige Sicherheit gegeben. Weibern/Koblenz kam überhaupt nichts ins Spiel, nach nur fünf Minuten lagen die Gäste 0:4 hinten - und kamen während der gesamten Partie nie näher als auf zwei Tore heran. "Die Miezen waren in allen Belangen besser. Es würde den Rahmen sprengen, wenn ich anfangen würde, über meine Mannschaft zu sprechen", meinte Trainer Christoph Barthel.Nach dem 15:11 zur Pause legten die Miezen noch einen Zahn zu, lagen beim 19:13 erstmals mit sechs Toren vorne, ehe ihnen - unter dem tosenden Applaus der rund 1100 Zuschauer - beim 28:18 die erste Zehn-Tore-Führung in einem Liga-Spiel seit Jahren gelang. Neben Kockler und Czanik überzeugte auch Marta Pilmayer als Vollstreckerin auf Außen. Und für Garcia-Almen-daris gab es eine weitere Matchwinnerin: "Cristina Cabeza hat unser Spiel sensationell geleitet. Ihr Auge und ihre Erfahrung sind enorm wichtig, zudem spielt sie richtig toll mit Andrea Czanik zusammen."DJK/MJC Trier: Kockler, Vogt (n.e.), Flöck (n.e.) - Pötters (n.e.), Irsch (n.e.), Sattler (0), Garcia-Almendaris (2), Mohr (0), Schneider (4/2), Czanik (7), Vallet (3), Adeberg (4), Pilmayer (6), Kordel (0), Derbach (1), Cabeza (3)Vulkanladies: Zec, Grob - Atanasoska (1), Klingenberg (0), Varga (6/2), Zimmermann (1), Thomas (2), Thorgeirsdottir (2), Kinlend (0), Prak (1), Schenk (1), Frank (3), Vollebregt (n.e.), Jaszczuk (4) - Schiedsrichter: Schembs/Weyell, Zuschauer: 1100