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Wittlicherin Jennifer Souza kämpft ab heute um EM-Ticket

Wittlicherin Jennifer Souza kämpft ab heute um EM-Ticket

Nun wird es ernst für die Wittlicher Handballerin Jennifer Souza: Bei ihrer ersten großen Herausforderung tritt die 15-Jährige in Ungarn zum Qualifikationsturnier für die Jugend-Europameisterschaft an. Zu Hause fiebert ihr Verein mit.

Wittlich/Budapest. Bevor am gestrigen Donnerstag der Flieger von Frankfurt nach Budapest abhob, haben Jennifer Souza und die deutsche Jugendnationalmannschaft noch hohen Besuch erhalten. Bernhard Bauer, Präsident des Deutschen Handball-Bunds, wünschte den Nachwuchshandballerinnen viel Erfolg beim Qualifikationsturnier für die Jugend-Europameisterschaft. Bauer besuchte die Mannschaft im Trainingslager in Frankfurt, danach gab es noch einen Teamabend.
Am heutigen Freitag wird es ernst für Jennifer Souza und ihre Mitstreiterinnen. Im ersten Turnierspiel geht es gleich gegen den Gastgeber Ungarn. Am Samstag (gegen die Ukraine) und Sonntag (gegen Griechenland) folgen die weiteren Spiele in der ungarischen Hauptstadt. Deutschland muss mindestens Zweiter werden, um sich für die EM im Sommer in Mazedonien zu qualifizieren. "Das Weiterkommen ist natürlich erstes Ziel. Aber wir wollen Gruppensieger werden, um dann eine einfachere Auslosung zu haben", gibt Trainer Frank Hammann als Ziel vor.
In Wittlich fiebert der ganze Verein mit - schließlich ist Souza die erste Nationalspielerin aus den Reihen der HSG. Derzeit sucht man noch nach einer Möglichkeit, sich die Partie mit der gesamten B-Jugend, für die die Tochter des ehemaligen Profifußballers Rodalec Souza spielt, per Livestream im Internet anzuschauen. "Wir drücken den Deutschen und speziell Jennifer natürlich alle die Daumen", sagt der HSG-Vorsitzende Axel Weinand.
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Nach ihrem Länderspieldebüt im Oktober 2014 hatte die in Wittlich geborene Gymnasiastin, deren Eltern aus dem Kongo stammen, bei weiteren Lehrgängen und Testspielen überzeugt. Der Lohn war die Nominierung von Jugend-Bundestrainer Hamann für die EM-Qualifikation. Ihre Teamkameradinnen spielen meist in Nachwuchsteams von Bundesligisten. "Manchmal musste ich schon erklären, wo Wittlich eigentlich liegt", sagt Souza, die zugibt: "Die Nominierung ist bislang definitiv mein größter sportlicher Erfolg und bedeutet mir auch sehr viel."
Im Nationalteam wird Souza, die als 15-Jährige sogar schon in der Wittlicher-Frauen-Mannschaft in der Oberliga aufläuft, auf Linksaußen eingesetzt. Sie ist guten Mutes, das Ticket für Mazedonien zu sichern. Am Sonntagabend steht fest, ob Souza ihren Teil dazu beitragen konnte, sich für das erste große Turnier zu qualifizieren. Die letzten Nationalspielerinnen aus der Region Trier waren Lara Leukefeld und Katrin Irsch von den Miezen sowie zuvor Caroline Thomas aus Daun. BP