Handball Frauen Regionalligist HSG Wittlich in die Saisonvorbereitung gestartet HSG Wittlich setzt auf den eigenen Nachwuchs

Wittlich · Integration neuer Jugendspieler ist die Philosophie des Vereins

Handball Frauen Regionalligist HSG Wittlich in die Saisonvorbereitung gestartet
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RPS Regionalligist HSG Wittich in die Vorbereitung gestartet

Mit der Vizemeisterschaft in der RPS Oberliga schloss die HSG Wittlich die Saison 23/24 ab, lag mit 46:6 Punkten und 820:531 Toren hinter dem Meisterteam der FSG Ketsch/Friesenheim II, das sich lediglich dem Team von Trainer Tobias Quary im Auswärtsspiel bei der HSG Wittlich geschlagen geben musste und mit 50:2 Punkten und 942:591 Toren die Saison abschloss. Damit sichert sich die Mannschaft die Aufstiegsrunde zur 3. Liga und machte in der Gruppe Süd vorzeitig den Aufstieg klar. Nach einer Auftaktniederlage bei Schmiden/Oeffingen feierte die Bundesligareserve gleich vier Siege in Folge und muss auch nicht mehr um den verdienten Lohn bangen, nachdem die Kurpfalz Bären über die Relegation den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga der Frauen feiern konnten. Die Saison 23/24 ist Geschichte und für die anstehende Saison stellt sich das Team der HSG Wittlich neu auf.

Zum einen verabschiedete sich Co-Trainer Thomas Feilen nach 9 Jahren als Cheftrainer und einer Saison als Co-Trainer vom Verein und legt eine Pause vom Handball ein. Ob Quary in der kommenden Saison von einem Co-Trainer unterstützt werden wird, ist derzeit noch offen. Dafür nehmen Mannschaftsbetreuerin Birgit Unger und Torwarttrainer Jürgen Unger dem 25-jährigen „Chef-Trainer“ und B-Lizenzinhaber der HSG, Tobias Quary einiges an Arbeit ab.

Zum anderen verlor die Mannschaft aus beruflichen oder studienbedingten Gründen drei Leistungsträgerinnen mit Nele Kappes, Annika Bach und Natasha Lerche, deren Lücken in der kommenden Saison nur schwer zu schließen sein werden. „Qualitativ haben wir sicherlich an Substanz gegenüber der letzten Saison verloren, aber wir gehen unseren Weg weiter, bauen talentierte Talente aus unserem Jugendbereich ein und setzen hier auf unsere Eigengewächse mit DHB Auswahlspielerin Charlotte Listner, Emilia Sibi, Anna Schönhofen und Mia Plohmann. Die Talentförderung der letzten Jahre im weiblichen Jugendhandball im Rheinland trägt erfreuliche Früchte, was die steigende Zahl der Spielerinnen aus unserer Region im RLP Kader zeigt, die sich dort mit starken Leistungen präsentieren. Wir sind fest entschlossen, unseren vielversprechenden Nachwuchstalenten die Möglichkeit zu bieten, sich im leistungsorientierten Damenbereich weiterzuentwickeln und zu etablieren. Wir wollen eine nachhaltige Struktur schaffen, indem wir junge Leistungssportlerinnen ausbilden und nahtlos in den Seniorenbereich integrieren. Das lässt sich nach den bisherigen Trainingserkenntnissen gut an,“ sagt Quary, der dabei auf die ersten drei Vorbereitungswochen schaut, in der viel an Taktik und in Kleingruppen gearbeitet wurde und in denen sich die B-Jugendlichen mit guten Leistungen empfahlen.

Zu ihrem Jugendverein kehrt Jana Clever vom Tus Daun zurück und mit Merle Kloep und Laura Teusch rücken zwei Spielerinnen aus dem Rheinlandligateam der Wittlicherinnen in den Regionalliga-Kader auf, die zuletzt studienbedingt kürzertreten mussten. Bereits in der Endphase der letzten Saison lief Merle Kloep in der Oberliga auf. Laura Teusch, deren Schwester Selina Stammspielerin in der 1. Mannschaft ist, wird die Saisonvorbereitung bei der ersten Mannschaft absolvieren. Dann soll gemeinsam entschieden werden, ob sie eher in der Regionalliga oder der Rheinlandliga aufläuft.

Die Langzeitverletzten Anne Krag, Bina Jöhnk und Nina Czanik sind auf einem guten Weg, absolvieren Teile des Mannschaftstrainings mit und sollen behutsam an die Leistungsgrenzen herangeführt werden. „Bei Anne ist alles gesundheitlich so weit stabil, sie wird aber ebenso wie Bina Jöhnk, die auch athletisch schon wieder auf einem guten Niveau ist, vorsichtig ins Mannschaftstraining integriert. Bei Nina Czanik wird es sicherlich noch einige Zeit dauern, bis sie wieder voll belastbar sein wird und zu ihren Spieleinsätzen kommt“, verrät Quary.

Seit Anfang Juni läuft die Vorbereitung mit Block 1 auf die neue Saison und derzeit stehen drei Trainingseinheiten jeweils montags, mittwochs und donnerstags auf dem Programm. Zudem gibt es am Wochenende einen weiteren Trainingstag. So startete die Mannschaft auf dem Klettersteig in Manderscheid, einem Outdoor Tag in Mehring, dem Trainingstag in der Berufsbildende Schule in Wittlich und schließt Block 1 mit dem Beachturnier in Irmenach Ende Juni ab, bevor die Mannschaft eine einwöchige Pause bekommt.

Ab dem 8.7. läuft dann die Vorbereitung mit Block 2, in dem mit den üblichen Trainingseinheiten sowie einem Testspiel gegen Marpingen ansteht. Weitere Testspiele gegen Mainz II und in Welling folgen, ehe es Anfang August ins Trainingslager nach Linden geht. Es folgen am 10. und 11. August Testspiele in Marpingen und zuhause gegen das belgische Team aus Eupen. Damit schließen die Eifelanerinnen Block 2 ab und werden vom 12.8. bis 18.8. die zweite Vorbereitungspause einlegen.

Mit Block 3 startet dann am 19.8. die heiße Phase der Vorbereitung, in der neben den Trainingseinheiten Spiele gegen Gedern-Nidda, ein Testspiel in Nieder-Roden und das Rückspiel in Gedern-Nidda anstehen, ehe es am Samstag, 15.9. mit dem Heimspiel gegen die FSG Bodenheim/Gonsenheim/Schott los gehen wird.

Ein Saisonziel haben sich Mannschaft und Trainer noch nicht gegeben, das soll im Trainingslager passieren. Sicher ist sich Quary allerdings, dass die Liga in der kommenden Saison noch ausgeglichener besetzt sein wird als letztes Jahr: „Ich glaube nicht, dass zwei Mannschaften wie in der letzten Saison Ketsch/Friesenheim II und wir über die gesamte Spielzeit vorne weg marschieren“.