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Trier/Bitburg/Irmenach: Von neuen Trainern und großen Sorgen

Handball-Rheinlandliga : Von neuen Trainern und großen Sorgen

Handball-Rheinlandliga: So sieht es bei der DJK/MJC Trier, dem TV Bitburg und der HSG Hunsrück aus.

Nur noch drei Rheinlandligavertreter stellt der Handball-Spielbereich Eifel/Mosel/Hunsrück seit der vergangenen Saison. Nachdem Fortuna Saarburg sowie die HSG Eifel ihren freiwilligen Verzicht auf ihr Ligaspielrecht erklärt hatten und der TuS Daun zum coronabedingten Saisonabbruch hin auf Tabellenplatz eins stand und die Möglichkeit wahrnahm, in die Oberliga aufzusteigen, blieben nur noch der TV Bitburg, die HSG Hunsrück und die DJK/MJC Trier im zwölf Teams umfassenden Teilnehmerfeld übrig. Einiges hat sich zwischenzeitlich trotz der monatelangen Spielpause und des folgenden Saisonabbruchs bei den Vereinen getan.

DJK/MJC Trier: Seit Mitte Oktober, also kurz nachdem in der gerade begonnenen Saison coronabedingt schon nichts mehr ging, waren die Aktivitäten der Trierer Mannschaft auf virtuelle Kontakte beschränkt. „Die Spieler haben eigenverantwortlich an ihrer Fitness gearbeitet – einige mehr und andere weniger. Die nächste Welle der Pandemie hat uns deutlich härter getroffen als im Vorfeld angenommen. Die Motivation ist nach so einer langen Pause mit Sicherheit nicht so leicht wieder herzustellen“, sorgt sich MJC-Trainer Alex Kuhfeld.

Seine Mannschaft wird in der kommenden Saison auf Marco Müller (berufliche Gründe), Leo Helbrecht (studienbedingt) und Moritz Merten, der aus familiären Gründen kürzertreten wird, verzichten müssen. Als Zugänge stehen Benedikt Chorus, Max Wiemers (aus den eigenen Reihen) sowie die A-Jugendlichen Jonas Widua und Cedric Jahnen von der DJK St. Matthias Trier fest.

„Die Abgänge machen es uns sehr schwer, da Marco, Leo und Moritz für uns sehr wichtige Spieler waren. Wir sind auf der Suche nach Spielern, was in der Region aber eine Mammutaufgabe ist“, verrät Kuhfeld, der sich mit seinem Team in der vergangenen Woche erstmals wieder regelmäßig im Freien traf und gemeinsam an der Fitness arbeitete. „Ich hoffe, dass wir vielleicht im Sommer wieder in die Halle dürfen und die Sportart ausüben, die uns auch Spaß macht“, unterstreicht der MJC-Coach.

TV Bitburg: Nach der Trennung von Rudi Engel präsentierten die Bierstädter Sven Lauer als Nachfolger. Neben ihm wird mit Marc Hagemann ein weiterer ehemaliger TVB-Spieler als Co-Trainer fungieren (TV berichtete). „Wir haben damit zwei Ur-Bitburger zurückgewinnen können. Aus unserer Sicht macht es sehr viel Sinn, ehemalige Aktive aus Bitburg wieder zu integrieren, um so eine hohe Identifikation zu schaffen. Die beiden kennen noch alle Spieler und auch die Strukturen im Verein. Das sind beste Voraussetzungen, um ein neues Kapitel der ersten Herrenmannschaft zu beginnen“, sagt Abteilungsleiter Stefan Frisch. Die Verpflichtung des Trainergespanns hatte Signalwirkung. So lassen sich mit Henning Otte (Tor), Stefan Steinbach, Pascal Wolff, Tim Crames, Christopher Stelmach und Alex Sonnen gleich sechs Kräfte reaktivieren. Mit Kevin Hildebrandt (Tor), Florian Enders, Jan Lauer, Martin Guldenkirch, Marc Schürer, Jan Kaufmann, Patrick Walerius kann Lauer auf eine erfahrene Stammmannschaft zurückgreifen, die bereits in der Oberliga aktiv war. Doch es gibt auch offene Personalien, da die Zukunft einiger Youngster aus Studiengründen noch offen ist.

„Die Jungs kehren in den Kader zurück, weil sie wieder Lust auf Handball haben. Zudem tragen wir der persönlichen Situation der Spieler Rechnung und werden den Trainingsaufwand auf mindestens einmal Training pro Woche reduzieren“, berichtet Coach Lauer. Derzeit würden sich die Spieler individuell vorbereiten: „Noch können wir nicht in unsere Halle, hoffen aber, dass wir bald Gewissheit darüber haben, wann die Saison losgeht und wir in die Vorbereitung einsteigen können. Auf jeden Fall wird es eine Zusammenarbeit mit unserer zweiten Mannschaft geben“, verspricht der neue Trainer, für den klar ist, dass das Saisonziel Meisterschaft nicht ausgegeben wird:  „Doch unser Ehrgeiz geht natürlich schon so weit, jedes Spiel gewinnen zu wollen.“ 

HSG Hunsrück: Ab 1. Juni übernimmt Dejan Dobardzijev die Handballspielgemeinschaft vom Hunsrück und löst damit das Trainergespann Jochen Tatsch und Timo Stoffel ab. Tatsch wird sich künftig um die zweite Mannschaft der HSG, die in der Verbandsliga aufläuft, kümmern, Stoffel übernimmt von Korab Muliqi das Damenteam in der Rheinlandliga (TV berichtete). „Wir streben seit 2018 die Rheinlandmeisterschaft an und wollen in die Oberliga. Dabei setzt sich die Mannschaft überwiegend aus Spielern der HSG Irmenach-Kleinich-Horbruch, der SG Gösenroth/Laufersweiler und aus der JSG Hunsrück-Jugend zusammen, mit der wir in der Rheinlandliga ganz oben mitspielen können und werden“, versprechen die HSG-Vorstände Bernd Everding und Alwin Reuter. Zur Personalsituation erklärt der scheidende Coach Jochen Tatsch: „Der Kader für die erste und zweite Mannschaft bleibt so gut wie unverändert. Lediglich Leon Kaltenmorgen muss aus beruflichen Gründen passen“.