Volle Arena und eine erste Überraschung - so lief der erste Vorrunden-Tag in der Römerstadt.

Handball : Schwungvoller WM-Start in Trier

Die große Handball-Welt ist zu Gast in Trier. Seit Samstag wird in der Arena die Frauen-WM-Vorrunde in der Gruppe A ausgetragen. So lief der erste Turniertag.

Knapp 2400 Fans beim Auftaktspiel zwischen Rumänien und Paraguay und jeweils mehr als 3000 Zuschauer bei den Abendpartien Frankreich gegen Slowenien sowie Spanien gegen Angola – die Frauenhandball-Weltmeisterschaft in Trier ist am Samstag schwungvoll gestartet. Vor allem die überraschend große und farbenfrohe Schar rumänischer Anhänger hat für eine gute Stimmung in der Arena gesorgt.

Sie hatten auch allen Grund, denn ihr Team startete mit einem ungefährdeten 29:17-Erfolg gegen den Dritten der Pan-Amerika-Meisterschaft ins Turnier. Einige Zuschauer bekamen das Eröffnungsspiel allerdings erst mit Verspätung zu sehen – da sich vor der Arena am Einlass lange Schlangen gebildet hatten, gelangten viele Fans erst nach Spielbeginn zu ihren Plätzen.

Die Konsequenz: Vor den weiteren Partien wurden die Einlasszeiten von 60 auf 90 Minuten vor dem Anpfiff ausgeweitet.

Am ersten Tag der Vorrundengruppe A, die komplett in Trier ausgetragen wird, gab’s auch gleich die erste faustdicke Überraschung. Medaillenkandidat Frankreich unterlag unerwartet Slowenien mit 23:24, das damit nach zwölfjähriger WM-Abstinenz direkt ein Coup gelang. In einigen Gesichtern der zahlreich vertretenen französischen Fans war die Enttäuschung ablesbar.

Beste Spielerin war Sloweniens Topstar Ana Gros, die in Metz spielt und damit gleich auf mehrere Teamkolleginnen traf. „Das war natürlich schon ein bisschen komisch. Aber wir sind Profis. Für uns war es ein guter Start ins Turnier“, sagte Gros, die neun Mal traf.

Frankreichs Coach Olivier Krumbholz war bedient, er führte die Niederlage seines Teams vor allem auf das aggressive und abschlussstarke Angriffsspiel der Sloweninnen zurück. Der Atmosphäre in der Arena konnte er dagegen Positives abgewinnen: „Von der Stimmung in der Halle her war es ein guter Beginn in die WM.“

Auch die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer, die sich mit ihrem Mann, dem früheren Trierer Oberbürgermeister Klaus Jensen, und Bundes-Familienministerin Katarina Barley die Partie ansah, war begeistert: „Das war ein Riesenspiel, spannend bis zum Schluss. Ich war von der Atmosphäre begeistert. Es hat mich gefreut, dass so viele Fans in der Arena waren.“

Im dritten Samstags-Spiel behielt Spanien gegen Angola mit 28:24 die Oberhand. Der zwölfmalige Afrikameister lieferte den Iberern einen großen Kampf, musste sich aber letztlich geschlagen geben.

Am Sonntag sind erneut alle sechs Teams im Einsatz. Dann stehen folgende Begegnungen an: Slowenien - Rumänien (14 Uhr), Angola - Frankreich (18 Uhr) und Paraguay - Spanien (20.30 Uhr). Für die Mittagspartie und die Abendsession sind nach Veranstalterangaben jeweils rund 1950 Tickets verkauft. Es wird laut WM-Organisatoren also noch Karten an der Tageskasse geben. Diese ist ab 12 Uhr geöffnet, wegen der Sicherheitskontrollen werden die Zuschauer gebeten, rechtzeitig an der Arena zu sein. Inklusive des ersten Tags sind für alle 15 Partien in der Arena bereits mehr als 17 000 Karten an den Fan gebracht worden.