Zweiter Titel für den Meister

Zweiter Titel für den Meister

Bietigheim gewinnt den Wittlicher Handballcup, der fast ins Wasser gefallen wäre.

WITTLICH Im Männer-Fußball wäre das Finale Bayern München und Borussia Dortmund gewesen, im Frauen-Handball standen sich beim Wittlicher Handball Cup am Sonntagabend ebenfalls Meister (SG Bietigheim) und Pokalsieger (Buxtehuder SV) im Endspiel gegenüber. Während die Bayern am Samstag mit Dusel gegen Dortmund gewannen, machte es Bietigheim in Wittlich weniger spannend. Trotz eines schwachen ersten Turniertags setzte sich der Turnier-Titelverteidiger mit 30:26 (13:14) gegen Buxtehude durch und feierte bei seinem zweiten Start in Wittlich den zweiten Triumph. Nach einem 7:10-Rückstand drehte Bietigheim das Endspiel nach dem Wechsel und hatte die Partie beim 24:18 entschieden. Auch Frauen-Handball-Bundestrainer Michael Biegler, der am Samstag mit DHB-Sportdirektor Wolfgang Sommerfeld zu Gast in Wittlich war, konnte sich freuen: Vier Monate vor der Heim-Weltmeisterschaft zeigten viele seiner Nationalspielerinnen eine tolle Frühform: Jennifer Rode (Bayer Leverkusen) wurde mit 26 Treffern beste Turnier-Torschützin, Kim Naidzinavicius (Bietigheim) wurden von den Trainern zur besten Turnierspielerin gewählt. Daneben überzeugten auch Emily Bölk (Buxtehude), Katja Kramarczyk (Leverkusen), Shenia Minevskaja (Metzingen) oder Buxtehudes Lone Fischer, die alleine acht Treffer im Finale erzielte. Xenia Smits spielte im Trikot von Metz ebenfalls stark. Ihr Team war am ersten Turniertag die große Überraschung. Der französische Meister hatte Bietigheim in der Vorrunde geschlagen und war mit weißer Weste ins Halbfinale eingezogen. Dort war Metz Favorit gegen Buxtehude, hatte nach Katastrophenstart (1:6) die Partie gedreht, sich aber mit dem Schlusspfiff den Treffer zum 26:27 gefangen. Am Ende feierte der Turniersieger von 2015 den dritten Platz durch ein 27:19 über den TuS Metzingen. Die "Tussies" hatten ebenfalls ihre Vorrundengruppe gewonnen, dann auch das Halbfinale verloren. Gegen Bietigheim - dem besten Turnierspiel - setzte sich der Meister mit 31:27 (18:12) durch, nachdem man zuvor gegen den späteren Turnierfünften Bayer Leverkusen fast gestrauchelt wäre. Gestrauchelt wäre fast der gesamte Wittlicher Handball Cup. Denn das Turnier hatte bei seiner 18. Auflage am Freitagnachmittag kurz vor der Absage gestanden: Wasser war in den Sicherungskasten des Eventums eingedrungen, die Halle war ohne Strom. "Der Hausmeister und sein Team haben dann ganz tolle Arbeit geleistet, sonst wäre das Turnier förmlich ins Wasser gefallen", sagt Axel Wei-nand, Vorsitzender des Veranstalters HSG Wittlich. Dessen Turnierbilanz fällt positiv aus: "Trotz Sommerwetter war die Zuschauer-Resonanz sehr gut", sagte er. Und: "Die Handballfans haben tolle Spiele gesehen, mit nationaler und internationaler Klasse." Extra: ERGEBNISSE WITTLICHER HANDBALL CUP

Vorrunde: Gruppe A: Pogon Stettin - Buxtehuder SV 21:30 (10:13), Pogon Stettin - TuS Metzingen 19:34 (8:15), Buxtehuder SV - TuS Metzingen 22:25 (12:13) Gruppe B: SG BBM Bietigheim - Bayer Leverkusen 26:23 (12:11), Handball Metz - SG BBM Bietigheim 24:21 (13:11), Bayer Leverkusen - Metz Handball 23:29 (7:12) Halbfinals: TuS Metzingen - SG BBM Bietigheim 27:31 (12:18), Metz Handball - Buxtehuder SV 26:27 (12:11) Spiel um Platz 5: Pogon Stettin - Bayer Leverkusen 27:34 (11:24), Spiel um Platz drei: TuS Metzingen - Metz Handball 19:27 (8:13) Finale: SG BBM Bietigheim - Buxtehuder SV 30:26 (13:14), Einlagespiel: HSG Wittlich - TV Bassenheim 33:32

Mehr von Volksfreund