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Laufen
24-Stunden-Lauf: 33 333 Euro für den Hospizverein Trier

Das Hospizlauf-Team und die Mitarbeiter des Hospizhauses freuen sich über die große Spendenbereitschaft der Läufer.
Das Hospizlauf-Team und die Mitarbeiter des Hospizhauses freuen sich über die große Spendenbereitschaft der Läufer. FOTO: Holger Teusch
Trier. Nur knapp an der Rekordsumme vorbei: Beim Hospizlauf von Koblenz nach Trier wurde wieder ein großer Beitrag für das Trierer Hospizhauses gespendet. Von Holger Teusch

Diedo Römerscheidt sieht die Summe von 33 333 Euro, die beim 15. Hospizlauf zusammenkam mit einem strahlenden, aber auch mit einem traurigen Auge. „Es ist schade, dass es die Gesellschaft nicht fertigbringt, mehr zu leisten“, sagte der Vorsitzende des Trierer Hospizvereins bei der symbolischen Übergabe der Spenden im Garten des Hospizhauses in der Ostallee. Einer reichen Gesellschaft wie der deutschen sind die Sterbenden und Todkranken nicht so viel wert, dass Einrichtungen wie das einzige stationäre Hospizhaus der Region, die bei einem würdevollen Abschied aus dem Leben helfen, ohne Spenden nicht existieren können.

20 Prozent der Kosten für den Betrieb des einzigen stationären Hospiz' in der Region Trier müssen durch Spenden finanziert werden, sagte Römerscheidt. Carlos Müller von der Da-Sein Hospizstiftung geht sogar von einem Viertel aus. Man rede dabei nicht von Luxus, der finanziert würde. Die jährlich benötigte Summe, die durch Spenden aufgebracht werden muss: eine Viertelmillionen Euro.

Knapp acht Prozent davon machen also die 33 333 Euro aus, die durch den vom Trierischen Volksfreund präsentierten Hospizlauf von Koblenz nach Trier zusammen kamen. Man habe natürlich auf diese Schnapszahl aufgestockt, erklärte Ralf Haas vom Hospizlauf-Organisationsteam. Nach dem Rekordergebnis 2017 mit 35 000 Euro sei man bei der Auszählung überrascht gewesen, dass die Summe wieder so groß war. Denn mitten in den Sommerferien lag der Hospizlauf-Termin diesmal ungünstig. Mit knapp 1000 Teilnehmern lag die Läuferzahl während des 24-Stunden-Lauf über rund 200 Kilometer deshalb auch etwas unter der des Vorjahres. „Die einen kamen aus dem Urlaub zurück, die anderen fuhren gerade. Aber wir hatten sehr viele neue Teilnehmer“, erklärte Haas.

Der 16. Hospizlauf ist bereits auf den 12. und 13. Juli 2019 festgelegt. Vom Spendenbeitrag abgekoppelt sei die Veranstaltung eine große Motivation, sagte Müller: „Wir arbeiten ehrenamtlich und es tut gut zu sehen, dass sich auch andere so ehrenamtlich engagieren.“