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Achillessehne schmerzt zu viel: Samuel Fitwi läuft nicht in Hillesheim

Leichtathletik : Achillessehne schmerzt zu viel: Fitwi läuft nicht in Hillesheim

Um die Europameisterschaft im August nicht zu gefährden verzichtet der deutsche Rekordler von der LG Vulkaneifel heute auf sein Heimrennen in Hillesheim. Die Favoritenbürde für Vizeeuropameister Isaac Kimeli wird dadurch noch größer.

„Höchststrafe“, so Jörg Ullmann, sei für Samuel Fitwi die kurzfristige Absage seine Starts beim Sparkassen-Invitational am heutigen Freitag (10.6.) in Hillesheim über 5000 Meter. Die Behandlung seiner Achillessehnenreizung am vergangenen Mittwoch beim DLV-Mannschaftsarzt Dr. Jens Enneper in Köln hat nicht so angeschlagen, wie erhofft. Zwölf Stunden vor dem Rennen am Freitagmorgen war die Sehne noch nicht in dem Zustand, wie es sich der 26-Jährige von der LG Vulkaneifel und sein Trainer Yannik Duppich gewünscht hätten.

„Wenn es die EM wäre, würde Samuel an der Linie stehen“, sagt Duppich. Doch der Saisonhöhepunkt, für den Fitwi Anfang April mit 28:08,83 Minuten die 10.000-Meter-Qualifikationsnorm erfüllt hat, findet erst in zweieinhalb Monaten im Münchener Olympiastadion statt. Der hochkarätig besetzte Hillesheimer Läuferabend wäre ein gutes Vorbereitungsrennen, der Vergleich mit Hallen-Vizeeuropameister Isaac Kimeli aus Belgien reizvoll und der Lauf vor heimischen Publikum ein Motivationsschub gewesen.Aber halt ein Schritt auf dem Weg zum großen Ziel Europameisterschaft.

„Nach reiflicher Überlegung und mit großem Bedauern haben wir uns dazu entschieden, nicht in Hillesheim zu starten. Das Risiko einer größeren Verletzung und damit die Gefährdung der ganzen Saison, deren Höhepunkt für uns die Teilnahme an den Leichtathletik-Europameisterschaften in München über 10.000 Meter sein soll, ist einfach zu groß“, lässt Duppich verlauten. Trotz der Achillessehnenbeschwerden kann Fitwi momentan nämlich einmal täglich laufen und eine zweite Trainingseinheit alternativ absolvieren. Doch wenn die Schmerzen nach einer Rennbelastung zunähmen, würde womöglich eine Trainingspause nötig, die man sich zehn Wochen nicht riskieren kann.

Aber natürlich wird Fitwi heute Abend im idyllisch am Rand der historischen Stadtmauer gelegenen Hillesheimer Sportpark seinen Läuferkollegen die Daumen drücken. Am Donnerstagabend inspizierte er bereits zusammen mit Kimeli sowie dem Kenianern Vincent Kiprotich Kibet und Vorjahressieger Youssef Taoussidie aus Spanien die Hillesheimer Anlage.

Kimeli, der als 15-Jähriger nach dem Tod seines Vaters aus Kenia zu seiner bereits in Belgien lebenden Mutter zog, trägt nach Fitwis Startverzicht noch schwerer an der Favoritenbürde. Zumal der zweimalige Gewinner der Trierer Silvesterlaufs sich vor einer Woche auf 13:04,72 Minuten über 5000 Meter verbessert hat.

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