Achtung, Sonne – gesund durch den Sommer laufen

Achtung, Sonne – gesund durch den Sommer laufen

Halbzeit auf dem Weg zum Stadtlauf: Es ist Mitte August und die Teilnehmer der Bitburger 0,0 % Laufschule sind in ihrer fünften Trainingswoche angelangt.

Foto: Redaktion

Auch wenn der Sommer in diesem Jahr nicht so recht hält, was er verspricht, so mussten die Läufer in den letzten vier Wochen doch häufig mit hohen Temperaturen zurechtkommen. Doch wie läuft man am besten bei Hitze und starkem Sonnenschein?

Die Vorstellung vom Joggen im Sommer ist wunderbar. Man schnappt sich seine Laufschuhe, zieht möglichst kurze Klamotten an und läuft über Wiesen und Felder - ohne zu frieren, ohne Regen und ohne die Dunkelheit im Nacken sitzen zu haben. Doch steht der Sommer tatsächlich vor der Tür, sieht das Ganze anders aus. Die hohen Temperaturen beanspruchen den Körper: man ist müder, fühlt sich schlapper und freut sich über kühle Getränke und schattige Plätze.

Möchte man dennoch nicht auf den Laufsport verzichten oder seinen Trainingsplan vernachlässigen, sollte man sich an ein paar Regeln halten:
Die Laufstrecke sollte im Sommer nicht durch die pralle Sonne führen, daher eignet sich eine Route im schattigen Wald. Außerdem kann man mit dem Zeitpunkt des Trainings der Hitze davon joggen. Wer vor der Arbeit Zeit für eine Trainingseinheit hat, nutzt optimalerweise die noch kühlen Morgenstunden und wer am Abend joggt, der kann seine Runde recht spät drehen. Schließlich ist es momentan länger hell. Dennoch ist der Sonnenschutz unerlässlich. Wasserfeste Sprays oder Cremes mit Lichtschutzfaktor eignen sich am besten für den schweißtreibenden Sport und eine Laufmütze schützt den Kopf vor Überhitzung. Gerade jetzt lohnt sich die Investition in Funktionsbekleidung. Diese ist nicht nur leicht und luftig, sondern transportiert den Schweiß nach außen. Für kühle Füße sorgen atmungsaktive Schuhe und dünne Socken. Wer dann gut gewappnet und mit guter Sicht durch die Gegend laufen möchte, sollte die Sonnenbrille auf die Nase setzen. Der Vorteil: Dreht man seine Runde am Fluss oder See, ist man geschützt und muss sich so nicht ständig kleine Mücken aus den Augen fischen.

Das A und O gerade an heißen Tagen ist die Flüssigkeitsversorgung des Körpers. Den ganzen Tag über sollte man genügend trinken. Vor dem Lauf eignen sich Wasser, Apfelschorle oder andere mineralstoffreiche Getränke - etwas temperiert -, um den Körper gut zu versorgen. Auch während dem Lauf kann man natürlich seine Wasserflasche mit sich tragen und kehrt man nach der Sonnenrunde zurück, dann sollten die Erfrischungen schon bereitstehen. Dazu müssen Läufer vor allem jetzt auf eine leichte und vitaminreiche Ernährung achten. Denn wer schwitzt, verliert viele Elektrolyte und das ist bei einem Lauf bei hohen Temperaturen gleich mehrfach der Fall.

Jeder Mensch reagiert anders auf das Training bei Hitze. Für die meisten gilt, dass ab einer Außentemperatur von etwa 20 Grad Tempo und Strecke gemäßigt werden sollten. Ab etwa 25 Grad gilt es, beim Joggen die direkte Sonneneinstrahlung zu meiden. Wer sich bei noch höheren Temperaturen austoben möchte, der kann mit gutem Gewissen auch ein alternatives Training mit Rad, Inline-Skates oder beim Schwimmen im kühlen Nass einlegen. Denn die Gesundheit geht vor und Hitze macht dem Körper nun mal zu schaffen. Symptome wie Kopfschmerzen, Schwindel oder Übelkeit während des Laufs dürfen nicht unterschätzt werden. Wird es dem Körper zu anstrengend, dann zeigt er das nicht ohne Grund. Der Lauf sollte umgehend abgebrochen werden, damit man bei der nächsten Trainingseinheit wieder mit kühlem Kopf weiter laufen kann.