Bonus für Masters

Der Marathon in Luxemburg und das Geheimnis, neue Bestzeiten zu erzielen, ohne zu laufen. Das sind die Themen der neuen Kolumne von TV-Laufportal-Reporter Rainer Neubert


Die größte Laufveranstaltung in der Region startet am Samstagabend in Luxemburg. Von den Anfeuerungsrufen Zehntausender Zuschauer begleitet, werden sich 8000 Männer und Frauen vom modernen Banken- und Finanzzentrum auf den Weg in die historische Altstadt machen, um nach 21 oder 42 Kilometern und vielen Kurven wieder den Schlussanstieg auf den Kirchberg in Angriff zu nehmen.

Ich bin zwar selbst noch nicht in Luxemburg gelaufen, habe mir aber sagen lassen, dass die vergleichsweise hohen Anmeldegebühren, die denen der großen Hauptstadtläufe Europas nicht nachstehen, gerechtfertigt sein sollen. Gute Organisation, eine ebensolche Verpflegung und 45 Bands an der Strecke, die den Läufern einheizen. Dazu die tolle Stadt in abendlichem Licht. Das sind die Zutaten für ein sicherlich schönes Erlebnis.

Wer nun Lust bekommen hat, muss aber bis zum nächsten Jahr warten, denn die Starterliste 2011 ist pickepackevoll. Vielleicht sehen wir uns dann ja, denn ich kann mir einen Start dort durchaus vorstellen. "Willst du dann noch schneller laufen?", werde ich gefragt, seit ich meine Zeit von Stockholm publik gemacht habe. "Nicht unbedingt", lautet dann meine Antwort. Und mit einem Augenzwinkern erkläre ich, dass ich dazu ja gar nicht laufen muss.

Das geht ganz einfach: Ich greife mir die Umrechnungstabelle ("Masters Age-Grade-Tables") des Tschechen Dr. Cepelka, die Leistungseinbußen in Abhängigkeit vom Lebensalter einordnen lässt. Alte Bestzeit mit Faktor 0,9358 (für 45-Jährige) multipliziert. Und schon habe ich die neue Bestmarke: 3:11:35 Stunden. Die würde ich mit meiner derzeitigen Fitness laufen, wenn ich 26 Jahre alt wäre. Na also … laufen@volksfreund.de