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Das Geheimnis der Rosinen (Tipps für das Lauftraining Teil 7)

Laufkolumne : Das Geheimnis der Rosinen (Tipps für das Lauftraining Teil 8)

Bei kaum einem Sport werden so viele Kalorien verbrannt wie beim Laufen. Wichtig ist es deshalb besonders auf längeren Touren, rechtzeitig für Nachschub zu sorgen. Unser Laufkolumnist hat dafür eine klare Favoritin.

Genug zu trinken ist für alle Sportler wichtig. Eine Binsenweisheit, die dennoch ebenso häufig mit negativen Folgen missachtet wird wie die Notwendigkeit, dem Körper bei Dauerbelastung Kohlenhydrate, Fette und Mineralien zuzuführen. Spätestens bei Läufen über 90 Minuten führt kein Weg daran vorbei, sonst droht der Hungerast, der die Beine von der einen auf die andere Minute bleischwer macht. Um das zu vermeiden, greifen Läufer gerne zu Gels und Energieriegeln, die in Konsistenz und Gehalt sehr unterschiedlich sind.

Nicht alles schmeckt, und nicht alles ist für jeden verträglich. Ausprobieren heißt also die Devise. Bei Gels, die schnell die Energiespeicher auffüllen, empfehle ich halbflüssige Varianten, die auch ohne zusätzliche Flüssigkeit eingenommen werden können. Ein Schuft ist, wer die leeren Verpackungen in der Natur entsorgt. Doch es gibt eine Alternative – gesünder, ebenso effektiv und fast ohne Verpackungsmaterial: Rosinen.

Die kleinen getrockneten Weintrauben – nicht zu verwechseln mit geschwefelten Sultaninen – sind wahre Alleskönner und zudem günstiger und gesünder als Energieriegel oder Gels. Neben B-Vitaminen enthalten sie wichtige Mineralstoffe wie die für Muskulatur und Reizleitung unverzichtbaren Kalium und Magnesium, Ballaststoffe und natürlich Fruchtzucker, der schnell ins Blut gelangt. Dennoch schießt mit Rosinen der Blutzuckerspiegel nicht so plötzlich in die Höhe wie bei Traubenzucker oder Süßigkeiten, um wenig später wieder deutlich abzusacken. Auch das kann bereits bei geringer Belastung zu Unterzuckerung und dem beschriebenen Hungerast führen.

Wer sich beliebt machen will, hilft auf langen Läufen seinen Begleitern mit einer Handvoll Rosinen aus der Patsche. Das Tütchen dafür ist nach jedem langen Lauf schnell aus der Vorratspackung aufgefüllt. Natürlich taugt das verdauungsfördernde „Super-Food“ auch für Wanderungen und Radtouren. Dann gerne kombiniert mit einem Nüsse-Mix als Studentenfutter.

Mehr als eine Handvoll Rosinen werde ich jedenfalls am Samstag dabei haben. Da fällt der traditionelle Hospizlauf zwar coronabedingt aus. Wie viele andere Lauftreffs in der Region, starten aber auch wir in Olewig zu einem eigenen Spendenlauf. Auf dass uns die Energie nicht verloren gehe!

laufen@volksfreund.de