Die Zahl des Monats: 135!

Wenn die Temperaturen unter den Gefrierpunkt sinken, ist das kein Grund, die Laufschuhe im Schrank zu lassen. Für TV-Kolumnist Rainer Neubert jedenfalls gilt nicht das Motto der Sommerläufer, die sich nur dann auf den Weg machen, wenn das Thermometer T-Shirt-Wetter signalisiert.

Jede Jahreszeit hat ihren Reiz. Und wer schon mal dieses herrliche Knirschen bei jedem Schritt auf gefrorener Erde gehört hat, der will die Musik der Natur im Wintertakt wieder genießen. Die richtige Kleidung gehört natürlich dazu. Davon hatte ich ja vor einer Woche bereits geschrieben. Es gilt das Zwiebelprinzip: Je kälter, desto mehr Lagen. Idealerweise in atmungsaktiven Stoffen, die den Schweiß nach außen abgeben, aber dennoch warm halten.

Apropos! Besonders wichtig ist das langsame Aufwärmen. Wer bei Eiseskälte glaubt, direkt im Höchsttempo losrennen zu müssen, geht ein wesentlich höheres Risiko ein, sich zu verletzen als im Sommer. Gemach also. Schön langsam lostraben. Anfersen, Hampelmann und ähnliche Übungen lassen den Winterläufer auf Touren kommen. Für alle, die mit Musik laufen, habe ich für die Aufwärmphase einen Tipp: 135! So viele Schläge (Beats) pro Minute sind ideal. Danach dürfen es problemlos einige mehr sein. Aber grundsätzlich gilt im Winter: Lieber etwas länger, aber langsamer laufen!