Dr. Sauna und die Alternative

Bei zweistelligen Minustemperaturen zu laufen ist ein heißes Thema. Das zeigen die vielen Reaktionen auf die Kolumne der vergangenen Woche. Doch es gibt auch eine Alternative für alle, die nicht bei Minusgraden ihren Sport betreiben wollen: das Laufband. Das hat auch TV-Laufkolumnist Rainer Neubert ausprobiert.

Viele Sportärzte raten ab -10 Grad grundsätzlich von Sport im Freien ab, weil dann die Wahrscheinlichkeit, sich eine Erkältung oder noch Schlimmeres einzufangen, deutlich steige. Andere Ärzte, vor allem jene, die selbst Sport treiben, empfehlen den Freiluftsport auch in diesen Tagen mit dem Hinweis, dass dies - die richtige Kleidung, Fitness und Vorsichtsmaßnahmen vorausgesetzt - das Immunsystem stärke. Erst recht, wenn sich das mit einem Saunabesuch verknüpfen ließe.

Dass ich eher ein Befürworter der Philosophie von Dr. Sauna bin, wird niemanden überraschen. Wichtig ist allerdings, die Atemluft nicht ungewärmt in die Bronchien zu lassen. Ein zweilagiger Buff - ein als Mundschutz verwendbares Halstuch mit Luftschlitzen, wie es im Sportfachhandel zu bekommen ist - erweist sich dazu als Hilfsmittel der Wahl. Seit ich den habe, bleibt die Sturmmütze im Schrank. In die Nähe von Bankfilialen traue ich mich in meinem derzeitigen Laufoutfit vorsichtshalber allerdings nicht.

Ein Freund von mir muss solche Vorsichtsmaßnahmen nicht treffen angesichts seiner konsequent umgesetzten Ankündigung, erst wieder zu laufen, wenn die Temperaturen die 10-Grad-Marke überschritten haben. Plusgrade wohlgemerkt. Einfach wird es für ihn dann sicher nicht, um wieder in Tritt zu kommen.

Aber es gibt ja noch eine Alternative: das Laufband. Wer den Winter scheut und nur in sommerlichem Outfit läuft, kann dies dank Laufband auch in einem vor Wind und Wetter geschützten Raum tun. Selbsttest. Kein Fernseher da und auch keine Musik dabei. Etwas monoton also. Der Schweiß rinnt dennoch in Strömen angesichts des gewählten Tempos. Wow. Neue Bestzeit über zehn Kilometer. Die Freude darüber hält sich allerdings in Grenzen. So flach (und eintönig) wie auf dem Band ist schließlich keine Strecke der Welt.

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