Eine Sportkolummne zum Silvesterlauf Trier

Kolumne: Auf dem Laufenden : Mein kleiner grüner Kaktus ...

Silvesterlauf in Trier, da war unser Laufkolumnist natürlich mit auf der Strecke. Versteht sich von selbst, dass er seine Eindrücke davon auch in schriftlicher Form verarbeitet.

Das hätte Egbert „Eggi“ Ries gefallen. Der letzte Silvesterlauf vor dem Jubiläum am Ende des gerade beginnenden Jahres war eine gelungene Sache. Da war tatsächlich über den gesamten Nachmittag Musik drin. An jeder Ecke des nicht ganz runden Rundkurses wurden die jungen und älteren Läuferinnen und Läufer mit Trommelschlag und motivierenden Tönen angetrieben.

Die Bezeichnung „São Paulo“ von Deutschland muss Trier zwar möglicherweise angesichts der vielen unterschiedlichen musikalischen Stilrichtungen abgeben. Dass aber nicht nur Samba-Klänge der laufenden Bevölkerung Beine machen, hat die Begeisterung aller Teilnehmer gezeigt.

Mein persönlicher Favorit: die Brass-Combo, die am Heuschreckbrunnen mit Blechmusik und Trommelsoli für Stimmung gesorgt hat. „Mein kleiner grüner Kaktus ...“ Ein solches stechendes Gewächs haben sich trotz der guten Stimmung vermutlich nicht wenige Läufer herbeigewünscht. Die schnellen, um damit leichter Durchlass durch die in Reihe trabenden Barrikaden zu bekommen. Aber auch wer langsamer unterwegs war, hätte den einen oder anderen Anlass gefunden, rüpelhaft rempelnden Zeitgenossen in den Allerwertesten zu piksen. So ist es nun mal bei Volksläufen auf engen Rundkursen: es wird überholt, zwangsläufig, auch wenn an Engstellen dafür wenig Platz ist. Doch kleiner Ärger war nur von kurzer Dauer. Es hat Spaß gemacht!

Eggi Ries, der vor wenigen Tagen leider viel zu früh verstorbene langjährige Silvesterlauf-Organisationsleiter, wird von Wolke sieben mit Freude auf die Strecke geblickt haben. „Macht weiter“, hatte er sich gewünscht. Genau das wird passieren, hoffentlich wieder mit so viel Musik. Und der Kaktus? Der bleibt auch bei Auflage 30 besser auf dem Balkon.

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