Eiszeit

Temperaturen knapp unter 30 Grad werden von Läufern nicht unbedingt bejubelt. Ihnen wird auch bei kühlerem Wetter warm. Warum auch dann ein eis unbedingt dazugehören sollte, weiß TV-Laufkolumnist Rainer Neubert

Ein Sommer wie aus dem Bilderbuch. Angenehme 15 Grad am Morgen lassen jene Läufer jubeln, die sich zu dieser Tageszeit aufraffen können. Der Wald bietet tagsüber ein wenige Schutz vor der Hitze. Grundsätzlich taugt aber der späte Abend besser für den Sport als die vielen heißen Stunden, an denen die Sonne scheint.

Für mich gehört ein Eis zu jedem Lauf. Nicht etwa am Stil oder im Getränk, das nach schweißtreibenden Runden reichlich genossen werden will. Das wäre nicht gesund für den Magen. Mein Eis nach dem Laufen dient zur äußeren Anwendung. Strapazierte Muskeln und Sehnen, vornehmlich Achillessehnen, lassen sich mit einer zehnminütigen intensiven Kühlung prima beruhigen. Profisportler gehen dafür ins Eisbad. Hobbysportlern seien Coolpacks empfohlen. Die Gelbeutel schmiegen sich zudem in halbgefrorener Form ideal an die strapazierten Extremitäten.

Der Clou ist aber eine Wasserflasche mit gefrorenem Inhalt. Mit der Fußsohle darüber rollen, das bringt nicht nur Kühlung, sondern lockert auch Muskeln, Sehnen und Faszien, also der Muskelhaut, die für Schmerzen sorgt, wenn sie verklebt. Das ist meine Empfehlung für die Eiszeit. Nach jedem Lauf.