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Gemeinsam statt einsam

FOTO: Rainer Neubert
Lauft Ihr auch gerne in Gemeinschaft? Dann seid Ihr nicht alleine und tut Euch Gutes. Warum, erklärt unser Laufkolumnist in seiner neuen Kolumne. Von Rainer Neubert
Rainer Neubert

Kennen Sie den Unterschied zwischen ISG und ISH? Das Iliosakralgelenk, auch Darmbein-Gelenk genannt, verbindet die untere Wirbelsäule mit dem Beckenknochen. Es  ist nicht sehr beweglich und tendiert bei Fehlbelastungen zum Verkanten, was dann zu einer schmerzhaften Blockade führt. Der Innere Schweinehund (ISH) hat weniger mit einer körperlichen Blockade zu tun, verhindert aber ebenso bei vielen Zeitgenossen die regelmäßige  Bewegung. Das kann – hallo Teufelskreis – wiederum zu lähmenden Problemen mit dem Iliosakaralgelenk (ISG) führen.

Laufen hilft! Das ist nicht nur das Mantra eines bewegungshungrigen Kolumnisten. Zur Beweisführung können auch viele wissenschaftlichen Studien herangezogen werden. Demnach steigt durch regelmäßigen und richtig dosierten Sport nicht nur das körperliche Wohlbefinden. Es ist auch Balsam für die Seele.

Gemeinsam statt einsam! Am meisten Spaß macht das Training in der Gruppe. Wer regelmäßig mit Freunden unterwegs ist, wird das ebenso bestätigen wie eine neue Studie, die in einem amerikanischen Fachblatt veröffentlicht wurde. Demnach hat ein zweimal wöchentlich in der Gruppe absolviertes Lauftraining das Stresslevel der untersuchten Teilnehmer um 26,2 Prozent gesenkt. Ihre subjektive Lebensqualität erhöhte sich um 24,8 Prozent. Laufen macht also glücklich? Das ist vielleicht etwas übertrieben. Die regelmäßige Bewegung trägt aber zumindest  dazu bei, diesen Zustand zu erreichen. Und ganz nebenbei: Sowohl dem ISG-Syndrom wie auch dem ISH lässt sich damit ein Schnippchen schlagen.