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Gesa Krause: Wieder ein großes „K“ für Trier

Kolumne: Auf dem Laufenden : Wieder ein großes „K“ für Trier

Was für ein Hype! Selten ist eine Läuferin in der Region Trier so gefeiert worden wie Gesa Krause. Dabei ist sie keine Triererin, niemals, meint unser Laufkolumnist mit einem Augenzwinkern.

Haben Sie es auch bemerkt? Beim finalen Lauf der Europameisterschaft hat Gesa Krause bereits eine halbe Runde vor dem Ziel gelächelt. Zu gut war bis dahin der Hindernislauf über 3000 Meter für sie gelaufen: Ein flottes, aber nicht zu schnelles Tempo, ein Schlumpf als Tempomacherin und Windschutz. Am Wassergraben, der letzten Hürde vor dem Europameistertitel, verwandelte sich das Lächeln folgerichtig in ein glückliches Strahlen, auch wenn der Endspurt vermutlich anstrengender war, als die Optik das vermuten ließ.

Glückwunsche an die Triererin Gesa Krause waren danach in allen Medien zu hören und zu lesen. Triererin? Nun ja, korrekt ist, dass sie seit 2017 für den Verein Silvesterlauf Trier startet. Aber eine Triererin wird sie dadurch nicht, denn dieses Geburtsattribut dürfen nach Ansicht der meisten Einheimischen nur Menschen tragen, die auch in der Stadt geboren sind. So würde ich mir persönlich niemals erlauben, mich als Trierer zu bezeichnen, auch nicht im 27. Jahr meines Wohnorteintrags beim hiesigen Einwohnermeldeamt.

Gesa Felicitas Krause ist am 3. August 1992 in Ehrinshausen im Lahn-Dill-Kreis zur Welt gekommen. Die schnelle Silvesterläuferin ist also Hessin und bleibt das auch, selbst wenn sie einmal tatsächlich nach Trier ziehen würde. Wirklich relevant für den tollen Erfolg in Berlin ist das aber nicht. Und irgendwie passt das zierliche Laufwunder ja doch nach Trier, als eines der großen „K“: Konstantin, Karl, Krause ... Das ist vielleicht dann doch etwas übertrieben. Zum Glück fallen mir einige „K“ aus der regionalen Laufszene ein, die ebenfalls mit tollen Leistungen beeindrucken. Europameister(in) sind sie allerdings nicht. Deshalb dürfen wir uns wirklich über und auf Gesa Krause freuen:  Am 23. August startet sie beim Lauf-Meeting im Trierer Moselstadion.

laufen@volksfreund.de