Glatter als ein Babypopo

Laufen im Winter? Wer das noch nicht probiert hat, sollte es tun. Wichtig ist dabei allerdings, für den richtigen Grip zu sorgen. Tips gibt TV-Laufkolumnist Rainer Neubert.

So eine Runde auf Schnee ist zwar anstrengender als ohne. Der Spaßfaktor ist allerdings auch größer. Zumindest dann, wenn die Wahl bei den Schuhen nicht ausgerechnet auf die mit der nahezu profillosen Sohle fällt. Die Wege sind derzeit oft glatter als ein Kinderpopo - wenn dieser Vergleich erlaubt sei, um das böse Wort a…glatt zu vermeiden. Und gut profilierte Trailschuhe sind das Mindeste für ausreichende Trittsicherheit.

Unter erfahreneren Winterläufern wiederholt sich auch in diesem Winter der Glaubenskrieg, ob noch mehr Aufrüstung für die Schuhe sein muss, um den Fall des Falles zu vermeiden. Da gibt es die einen, die auf mit Stahlspitzen bewehrte Spezialschuhe schwören. Auf spiegelglattem Untergrund sind diese Eiskäfer sicher die sicherste Wahl. Wenn dann aber plötzlich geräumter und nasser Untergrund den Laufweg bestimmt, werden wiederum die Spikes zu Rutschfallen.

Ich gehöre auch deshalb eher zu der Winterlauffraktion, die auf Schneeketten für die Schuhe setzte. Diese mit Stahlfederspiralen umwickelten Gummiüberzieher sind im Anschaffungspreis wesentlich günstiger. Vor allem aber lassen sie sich schnell über die Schuhsohlen spannen und auch wieder abziehen, wenn der Untergrund seine winterliche Pracht verloren hat. Zudem haben die Schuhschneeketten den Vorteil, dass man damit auch spazieren kann.

Und sie haben einen hohen Wiedererkennungswert. Meine Kinder haben mich am Montag jedenfalls am Abend mit den Worten begrüßt: "Papa, wir wissen, wo du heute früh gelaufen bist. Wir haben deine Spuren gesehen."

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