Auf dem Laufenden Hospizlauf 2023 – Teilnehmer spenden 33.000 Euro

Trier · Erstmals profitiert auch das Projekt Kinderhospiz von dem längsten Benefizlauf der Region. Der neue Termin steht bereits fest.

 Große Hilfe bei einem ernstes Thema: Das Organisationsteam des Hospizlaufs freuen sich gemeinsam mit Verantwortlichen des Hospizhauses und des Projekts Nestwärme-Kinderhospiz über das Ergebnis des Benefizlaufs.

Große Hilfe bei einem ernstes Thema: Das Organisationsteam des Hospizlaufs freuen sich gemeinsam mit Verantwortlichen des Hospizhauses und des Projekts Nestwärme-Kinderhospiz über das Ergebnis des Benefizlaufs.

Foto: Rainer Neubert

Als laufender Journalist gibt es Termine, die besonders viel Spaß machen. Gemeint ist damit nicht die Teilnahme an schönen Läufen in der ganzen Region. In diesem speziellen Fall ist es ein Treffen im Garten des Hospizhauses Trier. Dort kommen einmal im Jahr das Organisationsteam des Hospizlaufs und Verantwortlichen der Einrichtung zusammen. Anlass sind die Spenden, die bei dem 24-Stunden-Lauf zwischen Koblenz und Trier gesammelt werden.

Das war auch in diesem Jahr so. Allerdings waren die Vorzeichen beim 20. Hospizlauf, der wie immer ausschließlich ehrenamtlich organisiert wurde, etwas Besonderes. Denn das gesammelte Geld kommt nicht nur den Hospizhäusern in Trier und Koblenz zugute. Erstmals geht ein großer Teilbetrag auch an den Verein Nestwärme für das Kinderhospiz.

Da der laufende Journalist gleichzeitig beim Volksfreund für die redaktionelle Betreuung dieses für die ganze Region so wichtigen Projekts verantwortlich ist, macht ein solcher Übergabetermin doppelt Spaß. Und es erhöht die Spannung vor der Bekanntgabe des natürlich wieder großartigen Ergebnisses.

500 Läuferinnen und Läufer waren laut Ralf Haas, Sprecher des Organisationsteams, am ersten Juli-Wochenende auf der Strecke. Das waren zwar deutlich weniger als vor der Coronapause, als der Hospizlauf virtuell und nicht als Gruppenerlebnis veranstaltet wurde. Dennoch wurden insgesamt 33.000 Euro gespendet.

13.000 Euro gehen an das Hospizhaus Trier, die identische Summe trägt zur Realisierung des Nestwärme-Kinderhospizes bei. 7000 Euro werden an den Trägerverein des Hospizhauses in Koblenz überwiesen.

Wie wichtig alle drei Projekte und Einrichtungen sind, muss im Grunde nicht wiederholt werden. Doch wichtig zu erwähnen ist in jedem Fall, wie öffentlichwirksam dieser Benefizlauf ist, um auf das Tabu-Thema Sterben hinzuweisen. Wie gut das auch mit einer so positiven Sportveranstaltung funktioniert, weiß ich als mehrfacher Teilnehmer aus eigener Erfahrung.

Beim Erwachsenenhospiz geht es tatsächlich darum, Menschen einen schmerz- und angstfreien Abschied vom Leben zu ermöglichen. Beim Kinderhospiz ist das nur im Ausnahmefall das Thema. Denn das Kinderhospiz soll für Familien mit Kindern, die an einer lebensverkürzenden Erkrankung leiden, in erster Linie ein Ort der Erholung und Rast sein. Wer es genauer wissen will, kann unter volksfreund.de/kinderhospiz dazu viel erfahren. Jeder Euro für dieses Projekt ist gut angelegt.

Großes Kompliment also an die Helferinnen und Helfer, die den Hospizlauf seit 20 Jahren stemmen. Sie werden trotz zunehmender Bürokratie bei der Genehmigung weitermachen und haben den Termin für den 21. Lauf bereits angekündigt: 12. bis 14. Juli 2024. Bis dahin werde ich das aktuelle Hospizlauf-Shirt und all jene aus den vergangenen Jahren mit Freude tragen – und auch mit ein wenig Stolz, Teil dieser Gemeinschaft zu sein.

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