Kein Davonlaufen möglich

Über die Möglichkeit, ausgediente, aber gut erhaltene Laufschuhe für Flüchtlinge zu spenden, ging es in der vergangenen Woche an dieser Stelle. Nur sehr wenige Laufkolumnen sind auf so große Resonanz gestoßen. Nun gilt es für alle, dies auch in die Tat umzusetzen.

Zum Thema Laufschuhe für Flüchtlinge gab es jede Menge Rückmeldungen, zum Glück alle positiv. Nun hoffe ich natürlich, dass dem Willen auch Taten folgen. Es müssen ja nicht nur Laufschuhe sein. Angesichts des Herbsteinbruchs sind generell wärmere Schuhe angesagt. Für Läufer ist es die Zeit, in der sie ihre Trail- oder Crossschuhe auf den Einsatz bei Matsch und Regen vorbereiten. An dieser Stelle ein Hoch auf die Erfinder von GoreTex und all die anderen atmungsaktiv-wasserdichten Membranen, die in Schuhen und Kleidung eingebaut werden.

Bei Wettläufen ist so etwas aber nicht angesagt. Wer am Tempolimit rennt, ist über Abkühlung froh, auch wenn unsereiner sich natürlich nicht so luftig kleidet wie die Topathleten, die am Sonntag beim Marathon durch die Straßen von Berlin jagen. Die Wettervorhersage ist so gut, dass ein neuer Weltrekord durchaus möglich scheint.

So wird die Hatz in der Hauptstadt auch beim Eifelsteiglauf in Gerolstein und beim Orientierungslauf in Trier ein Gesprächsthema sein, beim Halbmarathon Route du vin im luxemburgischen Remich sowieso. Da werden bestimmt auch wieder einige schnelle Asylbewerber unterwegs sein. Vor dem Thema Flüchtlinge kann man derzeit nicht davonlaufen. Das gilt dann im wahrsten Sinne des Wortes.