Kein Durchblick

„Brite überlebt dank Kontaktlinsenflüssigkeit“ – das ist so eine Meldung, die müde Gehirnzellen richtig auf Trab bringt. Warum hatte der Mann bei seinem Lauf in der australischen Wildnis Kontaktlinsenflüssigkeit dabei?

Der als leidenschaftlicher Läufer bekannte Rucksacktourist war bei Temperaturen um die 40 Grad zu einer Joggingtour aufgebrochen. Dass er sich alleine und ohne Handy oder Smartphone in unbekanntes Terrain wagte, lässt vermuten, dass er nicht gerade überlegt handelte. Gut, wenn einen die Lust aufs Laufen packt, dann setzt manchmal das Hirn etwas aus. Und 18-Jährigen fehlt auch noch ein wenig Lebenserfahrung. Aber warum in Gottes Namen hatte er Kontaktlinsenflüssigkeit dabei? Offenbar in nicht zu geringer Menge, wenn das Trinken dieser Lösung ihn vor dem Verdursten retten konnte. Na gut, sein eigener Urin half auch noch ein wenig. Fünf Kilometer vom Ausgangspunkt seines Irrweges wurde der vollkommen entkräftete und dehydrierte Brite in letzter Minute entdeckt. Er ist nun um eine Erfahrung reicher. Ob er allerdings den Hubschrauber sehen konnte, dessen Besatzung ihn ausmachte, glaube ich nicht. Denn für den eigentlichen Zweck, die Kontaktlinsen feucht und geschmeidig zu halten, dürfte nicht genug Flüssigkeit übrig geblieben sein. Wetten! Für den nächsten Landschaftslauf in der Fremde hat er gelernt! Hoffentlich nicht nur, dass er eine größere Flasche Kontaktlinsenflüssigkeit mitnehmen muss! Nicht vor dem Verdursten fürchten müssen sich die Teilnehmer am 2. Bitburger-Fährturmlauf in Schweich am 9. März. Startplätze dafür gibt es unter www.volksfreund.de/laufen