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Kolumne Laufen 10000 Schritte Gesundheit das richtige Maß

Laufkolumne (55) : Die magische Zahl: 10 000

Wenn ich am Handgelenk ein leichtes Vibrieren spüre, bin ich zufrieden. Denn dann signalisiert meine technisch hochgerüstete Alltagsuhr, dass ich an diesem Tag gerade den 10 000. Schritt gemacht habe.

10 000 – eine magische Zahl. Gemeint ist damit nicht die Distanz des Endlaufs mit Konstanze Klosterhalfen, die bei den olympischen Spielen in Tokio nur um 26 Hundertstel ihren persönlichen Rekord verpasst hat und mit einer Zeit von 31:01,97 Minuten auf einem beachtlichen achten Platz landete. 10 000 gilt seit dem Start der Fitness-Bewegung in den 1970er Jahren tatsächlich bei vielen Menschen als die optimale Zahl der täglichen Schritte, um gesund und fit bis ins hohe Alter zu bleiben.

Das täglich zu schaffen, ist besonders für Berufstätige mit überwiegend sitzender Position eine wirkliche Herausforderung. Aber es gibt eine gute Nachricht: Es muss gar nicht so viel Bewegung sein. Diese Erkenntnis von US-Wissenschaftlern einer Gesundheitsbehörde in Maryland hat es jüngst sogar in das Magazin Spiegel geschafft. Mehr als 8000 Schritte täglich, so der zitierte Forscher, hätten keinen erkennbaren Zusatznutzen für die Gesundheit. 

Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt übrigens mindestens 150 Minuten körperliches Training pro Woche. 6000 Schritte täglich, so heißt es von dort, senken die Sterblichkeitsrate deutlich. Jeder Schritt im Alltag zählt dabei mit. Der Mythos 10 000 Schritte verliert an Schrecken. Und wenn die Uhr am Handgelenk vibriert. Umso besser.

r.neubert@volksfreund.de