Kolumne: Schwimmen, Laufen, Trostpflaster

Kolumne Auf dem Laufenden : Schwimmen, Laufen, Trostpflaster

Läufer fühlen sich im Wasser wie Bleienten. Mir geht das so, vor allem dann, wenn gleichzeitig trainierte Schwimmer oder Triathleten ihre Bahnen ziehen. Meine Premiere beim Trierer Nordbad-Cup bringt zumindest in dieser Hinsicht keine überraschend neue Erkenntnis: 700 Meter Schwimmen und anschließend 5000 Meter Laufen über einen kurvigen Rasenparcours sind eine interessante Kombination.

Prügel von extrem dynamischen Kraulschwimmern muss niemand befürchten, der sich von Beginn an am Ende des Feldes einordnet und bei Überholmanövern wenig Angriffsfläche bietet. Auch der Aufenthalt in der Wechselzone klappt für Kurzsichtige ohne schlimmere Zwischenfälle, wenn der Neuling sich den Weg zu seiner Brille gemerkt und auch ohne Sehhilfe auf Anhieb gefunden hat.

Mit Schuhen an den Füßen und der mit Edding gemalten Startnummer auf dem Arm sollte der Lauf auf festem Boden also kein Problem sein ... nun ja. Das Gefühl erinnert auf den ersten drei 500-Meter-Runden deutlich an jene Grenzerfahrung beim X-Duathlon nach der Radstrecke: So ein Freibad-Rasen bietet viel mehr Stolperfallen als gedacht. Als das wackelige Gefühl in den Beinen nachlässt, ist das Ziel schon in Sichtweite – aus beiden Schuhen schlagen Schmerzsingale Alarm. Blutige Zehen im Ziel! Ein typischer Anfängerfehler, die Socken wegzulassen. Aber der Schmerz geht. Und für mich gibt’s neben der Medaille gleich zwei Trostpflaster – mit Planeten, Herzen und Sternchen. Kinderpflaster sehen lustig aus ...

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