Laufkolumne Trierischer Volksfreund - Die Sache mit den Höhenmetern

Kolumne Auf dem Laufenden : Die Sache mit den Höhenmetern

Lauf-Apps sind für Freunde der Dokumentation und Statistik eine gute Sache. Anders als früher müssen die Daten der einzelnen Läufe nicht mehr mühsam in ein Trainingstagebuch eingetragen werden. Dank Minicomputer am Handgelenk oder Smartphone in der Hosentasche werden alle relevanten Details per Knopfdruck aufgezeichnet.

Ganz für sich behält man die erfassten Werte zu Distanz, Gesamtzeit, Tempo und Höhendifferenzen in der Regel ja nicht. Aber mit Gleichgesinnten teile nicht nur ich gerne.

Nun hat ein Anbieter dieser Sportdatensammelprogramme ausgerechnet, wie viele Höhenmeter im vergangenen Jahr die dort registrierten Läufer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz absolviert haben. Als Basis dienten 8,4 Millionen Läufe. Summiert ergeben sich daraus 800 520 Kilometer. Zum Vergleich: Der Mond ist 384 000 Kilometer von der Erde entfernt.

Es ist also eine gigantische Zahl. Heruntergerechnet auf die einzelnen Läuferinnen und Läufer relativiert sich das allerdings. Gerade einmal 95,3 Höhenmeter sind dann pro Lauf notiert. Wer in der Region Trier seine Runden dreht und nicht ausschließlich an den Flussufern unterwegs ist, kann darüber nur schmunzeln.

Wie fit das Laufen in profiliertem Gelände macht, darf jeder genießen, der an längeren Stadtläufen in flacheren Regionen teilnimmt und zum Beispiel an den Rampen großer Brücken lächelnd haufenweise Mitläufer locker hinter sich lassen kann.

Wer am Samstag beim Maar-Mosel-Lauf in der Eifel dabei ist, kann diesen Bonus zwar nicht so üppig genießen. Denn voraussichtlich werden bei den deutlich mehr als 95 zu bewältigenden Höhenmetern viele bergerfahrene Teilnehmer unterwegs sein. Für alle gleich wird aber die Belohnung sein, sich der Herausforderung zu stellen: Auf der Strecke sind es die tollen Ausblicke, im Ziel ist es das Bewusstsein, dem Mond wieder ein Stückchen näher gekommen zu sein ... rein statistisch gesehen.

laufen@volksfreund.de

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