Laufkolumne Trierischer Volksfreund: Von der Rolle der Faszien

Auf dem Laufenden : Von der Rolle ... der Faszien

Die Blackroll gehört zu den Folterwerkzeugen, um Verspannungen zu lösen. Wie sinnvoll deren Anwendung ist, setzt sich inzwischen auch wissenschaftlich durch. Also: NIchts wie rauf auf die Rolle!

Lesen bildet, Fernsehen manchmal auch. So sendet ein deutsch-französischer Kultursender, der die Kunst im Namen trägt, auch  lehrreiche Beiträge. Zum Beispiel  den mit dem Münchener Robert Schleip in einer tragenden Rolle. Der Mann mit den ergrauten Haaren gilt als der führende Faszienexperte im Land der Läufer und Freizeitsportler. Muskelhaut und Fasern, so sein Credo, sind ein viel zu wenig beachtetes Thema, wenn es um Fitness und Verletzungen geht.

Die wissenschaftliche Dokumentation – noch in der Mediathek verfügbar – zeigt anschaulich, warum Schleip vermutlich Recht hat. Die Faszien sind demnach für das Halte- und Dämpfungssystem des Körpers ebenso wichtig wie die Muskulatur. Und weil das Fasergewebe sämtliche Körperteile und Organe miteinander verbindet, können zum Beispiel Probleme im Nacken auch Probleme im Fuß erzeugen und umgekehrt.

 Was also tun? Die „Blackroll“, eine Kunststoffrolle in mehr oder weniger harter Version, gehört bereits zur Ausrüstung vieler Sportler. Mit dem eigenen Körpergewicht Waden, Oberschenkel oder den Rücken langsam darüber zu rollen, erzeugt anfangs zwar Schmerzen. Wenn die Muskelhaut aber erst einmal gelöst ist, tut das regelmäßige Rollen gut und ist für Läufer eine prima Ergänzung zum Dehnen.

Also: Nichts wie rauf auf die Rolle!

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