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Laufkolumne Trierischer Volksfreund: Wenn der Satellit lahmt

Auf dem Laufenden : Wenn der Satellit lahmt

Das Laufen in der Gruppe ist eine schöne Sache. So ein fester Termin stärkt die Motivation, auch bei schlechtem Wetter unterwegs zu sein. Steht der Regen dann auch noch in Kombination mit den frühen Morgenstunden an einem Samstag, ist es besonders erfreulich, wenn sich sechs tapfere Lauftreffmitglieder aufraffen, um gemeinsam eine ausgedehnte Runde zu drehen.

So geschehen im Trierer Stadtteil Olewig.

Dort besteht wie in anderen Siedlungen die Gefahr, sich bei nicht ganz synchronem Tempo schnell aus den Augen zu verlieren, wenn die Läufer vor einem schon um die Häuser-Ecken gebogen sind, bevor man es selbst bemerkt hat. Dann ist Spürsinn gefragt, oder der gemeinsam geplante Lauf wird schnell wieder zu einer Soloveranstaltung.

Verantwortlich für eine solche Situation kann auch ein lahmer Satellit sein. Gemeint ist damit eine schlechte oder zeitverzögerte GPS-Verbindung mit der unvermeidlichen Laufuhr am Handgelenk. So wie an jenem Samstag, als einer der Lauffreunde mit gebanntem Blick auf das Display seiner Uhr auf das Verbindungssignal des Erdtrabanten wartet und dabei nicht bemerkt, dass die Freunde sich bereits auf den Weg und um einige Ecken gemacht haben. Aber um welche Ecken? Vermutungen, Versuche, Enttäuschung ...

Zum Glück gibt es aufmerksame Laufkumpel, denen die Abwesenheit des eben noch anwesenden Freundes auffällt und die sich auf den Rückweg machen, um ihn zu suchen. Wenn dann auch noch verlässliche Absprachen getroffen werden, wo der Treffpunkt für das spätere Zusammentreffen ist, kann zumindest ein Großteil der Reststrecke gemeinsam gelaufen werden ,,,, wenn der doofe Satellit dann nicht wieder zu langsam ist.

kk neubert rainer Foto: TV

laufen@volksfreund.de