Mehr als 1 Cent

Gutes zu tun und dabei auch noch Spaß zu haben, ist für Läufer nicht schwer. Laufkolumnist Rainer Neubert verrät, wie es funktioniert.

Was motiviert mehr, als pro gelaufenen Kilometer eine bestimmte Summe für ein Hilfsprojekt zu spenden? In den Schulen suchen sich die jungen Nachwuchssportler Sponsoren aus der Familie und dem Bekanntenkreis, um dann kaum vorstellbare Rundenzahlen zu rennen. Für Erwachsene gibt es Benefizläufe wie den Hospizlauf , der wieder am 10. und 11. Juli von Koblenz nach Trier führt. Oder man folgt einem Internetaufruf wie zum Beispiel dem Run for Nepal oder den Spendenlauf Papillon für krebskranke Kinder, bei dem Martin Jost am Samstag 170 Kilometer rund um Köln bewältigen will. Bei der angekündigten Hitze wird das sicher nicht der pure Spaß. 170 Kilometer am Stück? Verrückt, zu was manche Läufer in der Lage sind. Ein Beispiel dafür ist auch Florian Neuschwander, der nach 180 Wochentrainingskilometern am Sonntag kurz entschlossen in seine alte Wahlheimat Trier fuhr und dort mit einer grandiosen Zeit mal flott den Halbmarathon gewonnen hat. Ob er auch für jeden Kilometer gespendet hat, glaube ich eher nicht. Leute wie ihn würde das schnell an den Bettelstab bringen. Und dann würde möglicherweise niemand mehr einen Cent auf ihn geben.