Mein schnelleres Ich

Über seine mangelnde Spurterqualität hat TV-Laufreporter Rainer Neubert bereits berichtet. Beim Urbanian Run in Trier hat er einen Weg gefunden, sich selbst zu besiegen. Das ist Thema seiner neuen Laufkolumne.

Wer beim Urbanian Run als Zuschauer oder Teilnehmer dabei war, wird mir zustimmen, dass es das versprochene Spektakel geboten hat. Für die Stadt Trier und die Laufregion ist diese Veranstaltung sicher ein Gewinn, zumal dort ganz offensichtlich neue Zielgruppen angesprochen wurden. Nicht wenige der Starter hatten jedenfalls erkennbar wenig Erfahrung mit Laufwettbewerben. Umso größer war das Strahlen auf den Gesichtern nach dem Zieleinlauf. Wenn im kommenden Jahr – die Hoffnung auf eine Etablierung der Veranstaltung ist groß – noch einige kleine Verbesserungen umgesetzt werden, um unnötige Wartezeiten vor einigen Hindernissen zu reduzieren, dann werden sicher mehr als 1000 Teilnehmer Spaß haben. Für mich selbst hat der Hindernislauf auch Erkenntnisse gebracht. Vor allem die, dass ich schneller sein kann als ich selbst. Wie das geht? Dazu ist nur ein Laufpartner notwendig, der über größere Sprintfähigkeiten verfügt als man selbst. Im Endspurt gegen meinen Sohn war ich jedenfalls eine Sekunde schneller als ich, obwohl er mich auf den letzten 50 Metern alt aussehen ließ. In der Platzierungsliste liege ich dennoch knapp vor ihm. Wir hatten unsere Startnummern vertauscht