Nicht sattelfest

Radfahren kann eine Alternative zum Laufen sein, besonders an den so genannten Rekomtagen, wenn sich der Körper vom harten Lauftraining erholen soll. Radfahren kann zur echten Herausforderung werden. Das weiß auch TV-Laufkolumnist Rainer Neubert.

Wer sich intensiv und nach Trainingsplan auf einen Lauf vorbereitet, muss zum Glück auch Ruhetage einlegen. Schließlich sind diese für Kondition und Kraft besonders effektiv, weil sich die Muskulatur erholen kann und dabei ein Leistungsniveau erreicht, das etwas über dem vorherigen liegt.

Auch die sogenannten Rekomtage sind wichtig und haben einen ähnlichen Effekt. Rekom steht für Regenerations- und Kompensationstraining, was eine lockere Trainingseinheit bedeutet, nicht länger als 45 Minuten. Dabei ist alles erlaubt - außer Laufen. So durfte sich jüngst mein Mountainbike darüber freuen, nach Monaten des Stillstands endlich wieder einmal bewegt zu werden.

Ab und zu mit dem Fahrrad zur Arbeit, das ist gar keine schlechte Idee und ein schönes Alternativprogramm, zu dem meine bescheidenen Fahrkünste ausreichen. Wer am Sonntag beim X-Duathlon im Trierer Weißhauswald in den Sattel steigt, muss natürlich etwas mehr können. I

ch erinnere mich noch an das vergangene Jahr, als ich mich - todesmutig - an die Kombination von Crosslauf und Mountainbiken gewagt hatte. Besonders auf den steilen Auffahrten zum Kockelsberg sprengte mir mein Pulsschlag nicht nur fast den Kopf, sondern erreichte gleichzeitig neue Rekordfrequenz. Dass ich die Sache in diesem Jahr gemeinsam mit einem Kumpel als Staffel angehe und nur laufe, hat aber weniger mit mangelnder Kondition als mit der Sorge zu tun, die halsbrecherischen Abfahrten nicht heil zu überstehen.

Vielleicht radle ich ja wieder im nächsten Jahr. Eine Rekom-Tour wird es aber auch dann nicht. Infos zum X-Duathlon, der vom Laufportal des Trierischen Volksfreunds präsentiert wird, unter www.x-duathlon.de