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Schlammschlachten

Härtetest Wurzelweglauf.
Härtetest Wurzelweglauf. FOTO: Rainer Neubert
Um Schlammschlachten zu erleben, muss man kein politisch interessierter Mensch sein. Es ist auch nicht nötig, an einem Strongmanrun oder ähnlich martialischen Veranstaltungen teilzunehmen. Das meint TV-Laufexperte Rainer Neubert.

Um schlammschlachten zu erlben, müssen Läufer wie du und ich einfach weiterhin regelmäßig auf die Piste gehen.

Wenn der Herbst seine nasse Seite zeigt, verwandeln sich asphaltierte Laufpfade in Seenplatten. Noch schöner ist es allerdings, auf Schlammpfaden durch den Modder zu pflügen. Wenn es ordentlich aufspritzt und die Klamotten am Ende eines Laufes vor Dreck strotzen, steigt die Freude auf das nächste Mal. Ein guter Lauffreund hat es einmal so formuliert: "Jeder Schlammspritzer auf den Waden ist nach einem gelungenen Herbstlauf für mich wie eine Trophäe."

Wer solche Trophäen nicht alleine sammeln will, dem sei einer der Crossläufe im Wittlicher Land empfohlen. Die Formulierung "Quick and dirty" bekommt hier eine neue Bedeutung. Wem diese maximal knapp acht Kilometer langen Läufe zu kurz sind, für den bietet sich am kommenden Sonntag in Konz eine Alternative: Wahlweise geht es beim 37. Wurzelweglauf über zehn oder 15 Kilometer.

Bei dem Regen in diesen Tagen versprechen beide Varianten einen Großeinsatz für die Wurzelbürsten. Mitsamt Wasserbottichen stehen sie bereit, um nach dem Lauf den Dreck von den Schuhen kratzen zu können. Den Wurzelweglauf habe ich übrigens schon einmal gewonnen. Na ja, fast. Jedenfalls so lange, bis die Zeitnehmer bemerkten, dass sie mich in die Wertung für die Walker genommen hatten. Das wird dieses Mal wohl nicht passieren. volksfreund.de/laufen