Schwapp-Alarm

Der Mensch ist kein Kamel - zum Glück. Aber das hat nicht nur Vorteile. TV-Laufreporter Rainer neubert erklärt, warum das so ist.

Wie wichtig die ausreichende Zufuhr von Flüssigkeit im Sport ist, muss an dieser Stelle nicht weiter erläutert werden. Dabei kommt es auch darauf an, rechtzeitig zu trinken, also bevor das Durstgefühl überhaupt entstehen kann.
Bei organisierten Läufen und Wettkämpfen ist das in der Regel kein Problem. Entlang der Strecke gibt es genügend Verpflegungsstellen, an denen der auf Bewegung konditionierte Körper gewässert werden kann. Gibt es diese nicht oder an den falschen Stellen, hat das in der Bewertung der Veranstaltung hohe Punktabzüge zur Folge.
Auf langen Trainingsläufen oder ausgedehnten Touren gilt es allerdings, selbst zum Wasserträger zu mutieren. Dabei herrscht Schwapp-Alarm! Trinkflaschen wippen im Laufschritttakt an der Hüfte. Fläschchen, wie Patronen aufgereiht, an speziellen Gürteln. Beeindruckend große Exemplare malträtieren die Lendenwirbelsäule. Wer etwas auf sich hält, investiert in einen Laufrucksack mit Trinkblase. Der ist zwar bequemer, kann aber seinen Träger oder auch Mitläufer mit seiner speziellen und je nach Füllstand variierenden Akustik ordentlich nerven.
Aber wer sich lange genug umschaut, findet irgendwann auch den Laufrucksack, der zu ihm passt, der eng am Körper sitzt und die mitgeschleppte Flüssigkeit nicht als lautstarken Minitsunami am Rücken zu jedem Schritt rauschen lässt.
Der Mensch ist kein Kamel - zum Glück. Aber das hat nicht nur Vorteile.