Sommer, Sonne, Feuerwerk

Auch der schönste Urlaub geht irgendwann zu Ende. Diese nicht ganz neue Erfahrung müssen in diesen Tagen viele mit TV-Laufkolumnist Rainer Neubert teilen. Der ist sich allerdings nach dem ein oder anderen Lauf im Süden Frankreichs wieder einmal sicher: Das vertraute Laufrevier zuhause ist doch das schönste.

Wer im Süden Europas war, darf sich freuen, dem Schmuddelwetter entkommen zu sein. Schön war's in der Sonne, schön ist es, deren wohltuende Wärme nun auch in unserer Region zu spüren. Für Läufer bedeutet das Gastspiel des Sommers allerdings kürzere Nächte: Wer einen Hitzekoller vermeiden will, muss früh aufstehen. Halb so schlimm, bietet ein Lauf am frühen Morgen doch wohltuende Kühle, Ruhe und intensive Naturerlebnisse. So ist es auch im Süden Frankreichs. Auf langen Touren gehört dort ein Trinkrucksack zur Ausrüstung, in der sich auch eine Landkarte verstauen lässt und das rechtzeitige Verlassen von Irrwegen sicherstellt. Die frühen Runden an der Côte d'Azur und im Languedoc will ich nicht missen, auch wenn zwei Dinge dort nie zu vermeiden sind: extrem steinige Abschnitte und solche, die über mehr oder weniger stark befahrene Landstraßen führen. Nun freue ich mich umso mehr über die Laufstrecken an der Mosel, in Eifel und Hunsrück. Und weil es auch hier so schön ist, gönne ich mir am Samstag ein besonderes Spektakel: Beim Sommernachtslauf in Ralingen werden die Teilnehmer am späten Abend mit einem Feuerwerk auf die Strecke geschickt - sofern nicht Blitz und Donner dem schönen Wetter just dann schon wieder ein Ende setzen. laufen@volksfreund.de